Kategorie-Archiv: 1. Mannschaft

Beiträge zur 1. Mannschaft

GEC beendet Vorrunde mit Niederlage

Von Dominik Hauser

Zum Abschluss der Hinrunde in der 3.Liga verliert der Glarner Eislaufclub das Kellerduell gegen den EHC Bassersdorf mit 1: 5.Die Berg- und Talfahrt geht weiter.

Nach dem starken letzten Auftritt gegen Sursee wollte Glarus den Schwung ausnutzen und sich mit einem Sieg gegen den Tabellenvorletzten Bassersdorf aus dem Kalenderjahr 2015 und von den Abstiegsplätzen verabschieden. Die leistungsmässige Inkonstanz, sowie eine lange Verletzten- und Abwesenheitsliste liessen jedoch bereits im Vorfeld erahnen, dass dies kein Selbstläufer werden würde.

Zu Beginn hatten die grösstenteils neu zusammengestellten Blöcke den auch etwas Mühe mit der Abstimmung. Trotzdem konnten zwei frühe Strafen gegen den GEC heil überstanden werden. Im Boxplay zeigen sich die Glarner inzwischen ziemlich solide und lassen nur wenige gefährliche Torchancen zu. Dies im Gegensatz zum Powerplay, wo sie nach wie vor zu zögerlich und bisweilen konzeptlos auftreten. Eine Glarner Unachtsamkeit an der offensiven blauen Linie nützte Bassersdorfs Ritter aus und konnte den Konter zum frühen 1:0 für den Gastgeber abschliessen. Die Reaktion der Gäste auf diesen eher unglücklichen Gegentreffer liess jedoch auf sich warten. Obwohl der Gegner keineswegs ein ähnliches Kaliber wie in der Vorwoche Sursee darstellte, hatten die Glarner Hockeyaner erhebliche Mühe ins Spiel zu finden und zu Torchancen zu kommen. Die Beine schienen schwer und der Kopf nicht gänzlich fokussiert zu sein. Dass eigentlich Glarus die bessere Mannschaft sein könnte (oder gar müsste), zeigten S.Müller und S.Lutz in der 11. Minute. Die beiden Simon spielten sich gekonnt durch die Verteidigung und dann war es Lutz, welcher mit einem platzierten Schuss zum Ausgleich einnetzte. Die durch diesen Treffer erhoffte Initialzündung auf Glarner Seite blieb jedoch aus. Irgendwie schien es, als Bassersdorf nicht konnte und Glarus nicht wollte einen Gang höher schalten und das Spieldiktat übernehmen. So blieb es beim 1:1 nach 20 Minuten.

Im zweiten Abschnitt mussten sich die GEC Anhänger wie im Theaterstück Warten auf Godot vorgekommen sein. Sehnlichst erwartete man eine Steigerung, eine Erhöhung des Tempos, eine intensivere Gangart. Dass sie dazu fähig wären, zeigten die Mannen von Coach Zimmermann ja bereits einige Male in dieser Saison. Doch wie im Klassiker von Samuel Becketts war das Warten vergebens. Von Glarus kam nichts. Schlimmer noch, in der Defensive wurden die nun wirklich nicht zwingenden Zürcher Unterländer geradewegs eingeladen, sich im Toreschiessen zu versuchen. Nach vier Gegentreffern und einem indiskutablen Auftritt im zweiten Drittel hatte selbst Goali Fabio Lutz genug gesehen und überliess für den letzten Abschnitt sein Kasten seinem Ersatz Micheroli.

Dieser konnte immerhin sein Tor reinhalten und einen Mini-Shutout feiern. Wobei feiern eigentlich das falsche Wort ist. Denn offensiv brachten seine Vorderleute auch bis zum Schluss nichts mehr zählbares zustande. Mit einer schmerzlichen wie unnötigen 1:5 Niederlage verabschiedet sich die 1.Mannschaft des Glarner EC in die Weihnachtspause. Im neuen Jahr kann es nur besser werden.

 

EHC Bassersdorf : Glarner EC 5:1 (1:1, 4:0, 0:0)
SWISS Arena, Kloten. – 33 Zuschauer. – SR Wettstein, Zala.

Tore: 4. Ritter (Ausschluss Schatt!) 1:0. 11. Lutz Simon (Müller Simon) 1:1. 29. Brauchli 2:1. 34. Schatt (Ausschluss Hauser) 3:1. 38. Breu (Bertschi, Wohlgemuth) 4:1. 39. Ehrensperger (Rüegsegger, Streuli) 5:1.

Strafen: Glarus 8×2 Minuten, Bassersdorf 11x2Minuten plus 10 Minuten (Rüegsegger).

Bassersdorf: Wohlgemuth Philip; Frautschi, Meier; Wohlgemuth Reto, Fee; Rüegsegger, Ehrensperger Ralph; Schatt, Bertschi, Breu; Ehrensperger Luca, Ritter Oliver, Streuli; Ritter Stefan, Löffel, Brauchli

Glarus: Lutz Fabio (41. Micheroli); Weyermann, Mettler; Streiff Aljoscha, Bühler; Zehnder; Streiff Ramon, Müller Simon, Lutz Simon; Stüssi, Hauser, Largo; Ciprian, Kubli.
Glarus ohne Freuler, Müller Dominique, Noser, Faoro (verletzt), Anderegg, Müller Jeremias (abwesend), Debut von Weyermann.

 

GEC deklassiert den Leader

Von Dominik Hauser

Nachdem die 1. Mannschaft des GEC letzte Woche gegen einen deutlich schwächeren Gegner mit 1:6 den Kürzeren zog, schwang sie nun gegen den Gruppenersten mit dem gleichen Resultat obenauf.

Vor einer Woche zeigten die Glarner ihre bislang schwächste Saisonleistung. Ungenügend in allen drei Zonen hatten sie gegen den Tabellenachten keine Chance. Dass es eine grosse Leistungssteigerung brauchte, um den bedeutend besser klassierten EHC Sursee herausfordern zu können, war offensichtlich. Auch aus diesem Grund zog Coach Christian Zimmermann in den Trainings die Schraube an und liess die Übungen mit grosser Intensität ausführen. Eine solche sollte denn auch der Schlüssel zum Erfolg sein, mit viel Einsatz die Räume für spielstarke Teams eng zu machen und durch schnelle Gegenstösse eigene Akzente setzen.

Das Spiel begann für den Gastgeber wie gewünscht. Vor den wiederum zahlreich erschienenen Zuschauern übernahm Sursee zwar das Spieldiktat, konnte aber kaum Gefahr vor dem Glarner Tor kreieren. Einzig bei einem Pfostenschuss musste Der GEC etwas Glück in Anspruch nehmen. Dass das Wettkampfglück zu Beginn auf einheimischer Seite war, zeigte sich in der 4. Minute, als Noser aus praktisch unmöglichem Winkel die Scheibe am Sursee-Hüter zum 1:0 vorbeispitzeln konnte. Es bedeutete dies der erste Saisontreffer des Rückkehrers. Am Spielgeschehen änderte sich in der Folge nichts. Glarus stand sehr solide in der eigenen Defensive und hielt so dem Druck des Leaders stand. Je länger das Startdrittel dauerte, desto selbstbewusster wurde der Auftritt. Vermehrt trauten sich die Glarner Stürmer auch im Angriff etwas zu und kamen zu guten Abschlüssen. Die besten Torchancen hatte Glarus aber mit Kontern. Die Sturmlinie um Simon Müller, Jeremias Müller und Ramon Streiff zeigte sich in bester Spiellaune und äusserst kaltblütig. In der 11. Minute schloss Topscorer Simon Müller eine sehenswerte Kombination zum 2:0 ab. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt vielleicht etwas glücklich, aber keinesfalls unverdient. Vom Gast, der in dieser Meisterschaft bereits sieben Siege verbuchen konnte, fehlte die erwartete starke Offensive und in der Abwehr offenbarte er einige Lücken. Kurz vor Ende der ersten Periode nützte der Glarner EC zweimal seine Freiheiten bei Gegenstössen resolut aus und erhöhte wiederum durch Simon Müller und Ramon Streiff auf 4:0. Bei diesem überraschend klaren Resultat ging es in die erste Pause.

Abnützungskampf im Mitteldrittel

In den restlichen 40 Minuten musste erwartet werden, dass der EHC Sursee  aufdrehen und seinem Renomée entsprechend aufspielen würde. Die Losung hiess deshalb, genau gleich wie bis anhin zu spielen. Tatsächlich tauchten die Innerschweizer vermehrt gefährlich vor dem Glarner Kasten auf, reüssierten aber weiterhin nicht wunschgemäss. Der GEC führte einen intensiven Abnützungskampf, welcher die Nerven des Gegenübers, aber auch die eigenen Spieler strapazierte. Als mit Dominique Müller durch einen unglücklichen Zusammenprall der Abwehrchef ausfiel, wurde es zunehmend eng vor dem wiederum glänzend aufspielenden Goalie Micheroli. Aber zu mehr als dem 1:4 durch Schnyder reichte es dem Gast (vorerst)nicht mehr.

Es war klar, dass je länger der Underdog Glarus die Führung verteidigen konnte, desto nervöser und gereizter der Gegner werden würde. Die Taktik ging aus mehreren Gründen fast perfekt auf: In der Defensive stand der GEC kompakt und liess Sursee kaum Zeit und Raum sich zu entfalten. Damit war der Job für die Glarner Spieler schon fast erledigt. Denn der Leader nahm sich in der Folge gleich selber aus dem Spiel. Bereits sichtlich genervt, legten sich einzelne Surseer mit dem Schiedsrichter an. Alleine im dritten Drittel kassierten sie unglaubliche 71 Strafminuten, darunter eine Spieldauerdisziplinar- und eine Matchstrafe. Würde der GEC endlich auch noch das Überzahlspiel erlernen (er konnte bei mehreren Gelegenheiten in doppelter Überzahl agieren, trotzdem resultierte wiederum kein Powerplaytreffer), hätten die Glarner Hockeycracks noch mehr als zwei Treffer durch Teamsenior Jeremias Müller einnetzen können. Trotzdem, das eindeutige Verdikt von 6:1 mit der besten Saisondarbietung darf der Mannschaft um Trainer Christian Zimmermann Zuversicht und Sicherheit geben, gegen jeden Gegner bestehen zu können. Beweisen kann dies der GEC bereits am nächsten Wochenende, wenn zum Jahresabschluss der EHC Bassersdorf, Tabellenvorletzter, im Schluefweg auf die Glarner wartet.

 

Glarner EC :EHC Sursee 6:1 (4:0, 0:1, 2:0)
KEB Buchholz, Glarus. – 62 Zuschauer. – SR Hügli, Arni.

Tore: 4. Noser (Hauser, Bühler) 1:0. 11. Müller Simon (Müller Jeremias, Streiff Ramon) 2:0. 17. Müller Simon 3:0. 18. Streiff Ramon (Müller Simon, Müller Jeremias) 4:0. 26. Schnyder (Kiser, Koalick) 4:1. 46. Müller Jeremias (Streiff Ramon) 5:1. 54. Müller Jeremias (Faoro, Müller Simon) 6:1.

Strafen: Glarus 5×2 Minuten, Sursee 14x2Minuten plus 10 Minuten (Team-Offizielle), plus Spieldauer (Taiana) plus Matchstrafe (Matter).

Glarus: Micheroli; Müller Dominique, Mettler; Stüssi, Streiff Aljoscha; Bühler, Zehnder; Streiff Ramon, Müller Simon, Müller Jeremias; Faoro, Hauser, Noser; Ciprian, Kubli, Largo; Lutz Fabio.
Sursee: Nietlispach; Distel, Novi; Taiana, Habisreutinger; Koalick; Iliev, Martschini, Matter; Oberson, Macho, Müller Jan; Kronenberg, Schnyder, Kiser.
Glarus ohne Freuler (verletzt), Anderegg, Lutz Simon (abwesend), Weyermann (noch nicht spielberechtigt). 15. Müller Dominique verletzt ausgeschieden. 43. Martschini verschiesst Penalty.

 

GEC wurde von den Löwen gefressen

Von Dominik Hauser

In der 8. Runde verlieren die 3.Ligisten des Glarner Eislaufclubs gegen die GCK Lions diskussionslos mit 1:6.

Im Dolder Zürich kann man einiges machen: den grossen Weihnachtsbaum auf dem offenen Eisfeld bewundern, Carl Hirschmann in seiner Residenz besuchen und auch der Zoo ist gleich um die Ecke. Dort wähnten sich wahrscheinlich die Glarner Spieler, als Gäste im Löwengehege.

Die Mannschaft von Trainer Zimmermann verschlief das gesamte erste Drittel komplett. Die Lions versuchten zwar alles um die Gäste aufzuwecken, sie hämmerten die Scheibe ans Gehäuse dass es schepperte, verteilten kernige Checks und brausten den Verteidigern um die Ohren. Doch nichts half, der GEC verblieb in seiner Lethargie. Dass es nach 20 Minuten nur 0:2 stand, war einzig dem fehlenden Killerinstinkt der Löwen zu verdanken.

In der Kabine versuchte Zimmermann seinen Leuten klarzumachen, dass man eigentlich nicht als Zuschauer, sondern als Teilnehmer eines Eishockeyspiels gekommen sei. Die Message schien anzukommen, im Mittelabschnitt spielte der GEC nun auch mit und erspielte sich seinerseits einige gute Gelegenheiten. Vielleicht hätte man den Glarnern auch noch mitgeben sollen, dass das Ziel nicht nur mitspielen, sondern gewinnen wäre, denn die Entschlossenheit und der absolute Siegeswille fehlten weiterhin fast restlos. Nachdem der GCK in der 28. Minute eine doppelte Überzahlsituation ausnutzten, konnte der GEC kurz darauf seinerseits ein Powerplay erfolgreich gestalten und auf 1:3 verkürzen. Trotz weiterer Chancen auf beiden Seiten fielen bis zur zweiten Sirene keine Treffer mehr.

Im letzten Drittel versuchte Glarus bissiger aufzutreten und durch aggressives Forechecking den eingehandelten Rückstand doch noch wettzumachen. Dies mit dem Risiko, die Verteidigung etwas zu entblössen und ausgekontert zu werden. Doch irgendwie passte an diesem Samstag bei den Gästen nicht viel zusammen. Zum ungenügenden Einsatz kam auch noch Pech dazu. Anstatt hinter die Linie klatschte Jeremias Müllers Gewaltschuss von der Latte wieder zurück ins Spielfeld, im Anschluss an diese Aktion schloss Kozic für die Zürcher Lions einen Gegenstoss zum 4:1 ab. Die Glarner konnten auf diese Vorentscheidung nicht mehr reagieren und auch die Schadensbegrenzung gestaltete sich in den letzten Minuten nur mässig erfolgreich. Die Löwen zeigten nochmals ihre Krallen und schenkten dem Glarner EC bis zum Ende zwei weitere Tore zum Endstand von 1:6 ein.

Den Match so schnell wie möglich zu vergessen, sowie unter der Woche zweimal intensiv trainieren, dies muss der Fokus sein, um am nächsten Samstag 04. Dezember, zuhause im Buchholz gegen Sursee, den Leader der 3.Liga Gruppe 4, eine bessere Falle abzugeben. Insbesondere Das Powerplay weist noch grosses Verbesserungspotential auf, wo nach wie vor mehr gefährliche Gegenstösse produziert als eigene Chancen kreiert werden.

 

GCK Lions : Glarner EC 1:6. (2:0, 1:1, 3:0)
KEB Dolder, Zürich. – 67 Zuschauer. – SR Hagen, Leitold.
Tore: 11. Bisenz (Geilinger, Baer M.) 1:0. 14. Baer S. (Kozic) 2:0. 28. Gschwend (Stefanov; Ausschluss Müller Dominique, Stüssi) 3:0. 31. Müller Jeremias (Müller Simon; Ausschluss Sabelli) 3:1. 54. Kozic (Marti; Ausschluss Streiff Ramon) 4:1. 58. Schoch (Grand) 5:1. 60. Grand (Schoch, Lutz) 6:1.
Strafen: GCK 7×2 Minuten, Glarus5x2 Minuten.
GCK Lions: Maiwald; Baer M., Baer S.; Stefanov, Karrer; Brändli, Grand, Geilinger; Gschwend, Marti, Schoch; Bisenz, Sabelli, Kozic; Lutz Sebastian, Meier.
Glarus: Lutz Fabio; Müller Dominique, Ciprian; Stüssi, Streiff Aljoscha; Bühler, Zehnder; Streiff Ramon, Müller Simon, Müller Jeremias; Lutz Simon, Hauser, Largo; Anderegg, Kubli, Faoro; Noser; Micheroli.
Glarus ohne Freuler (verletzt), Mettler (abwesend), Müller Tobias (Rücktritt).

Mit Fast-Stängeli und Fast-Shutout zum Glarner Sieg

Von Dominik Hauser

Im zweiten Heimspiel der Saison konnte die 1. Mannschaft des GEC den ersten Heimsieg einfahren. Gegen das Schlusslicht Dielsdorf-Niederhasli resultierte nach einer effizienten Leistung ein 9:1.

Nach einer Woche mit zwei intensiven Trainingseinheiten und einem fast vollständigen Kader durfte die 3.Ligamannschaft des Glarner Eislaufclubs zuversichtlich in das Kellerduell gegen den Tabellenletzten EVDN steigen. Es galt, sich für den missglückten ersten Heimauftritt vor zwei Wochen zu revanchieren und gleichzeitig in der Tabelle nach vorne zu kommen. Trainer Zimmermann warnte vor dem Match, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und die eigenen Stärken konsequent einzusetzen.

Der Beginn gelang den Glarnern auch gleich optimal. Bereits in der dritten Minute spielten sich Simon und Jeremias Müller, zusammen mit Linienpartner Ramon Streiff ein erstes Mal durch die gegnerische Verteidigung und konnten die eigenen Farben in Führung schiessen. Es sollte nicht der einzige Streich des ersten Blocks an diesem Abend bleiben. Die Gastmannschaft zeigte sich jedoch nicht geschockt und blieb mit ihrer Taktik, hoch zu stehen und auf Konter zu lauern, stets gefährlich. Einen solchen Konter konnte der Glarner Verteidiger nur noch mit einem Foul unterbinden. Den fälligen, etwas kleinlich gepfiffenen Penalty entschärfte Torhüter Micheroli allerdings problemlos. Dies verleih der ganzen GEC-Truppe einen zusätzlichen Schub und von da an rollte ein Angriff nach dem Anderen in Richtung Dielsdorfer Tor. In regelmässigen Abständen erhöhten die heimischen 3.Ligisten bis zur ersten Pause durch Tore von Jeremias Müller (2x) und Mettler auf 4:0.

Der zweite Abschnitt, von GEC-Trainer Zimmermann stets als das schlechteste Drittel bezeichnet, sollte sich auch dieses Mal nicht als Highlight der Glarner Hockeyaner herausstellen. Ausnahme dazu bildete einzig Goalie Micheroli. Mit einer stoischen Ruhe plus schnellen Reflexen hielt er alles was auf sein Kasten geflogen kam und stellte die eigene Null sicher. Seine Vorderleute liessen hingegen den Schwung etwas vermissen, der Spielaufbau wurde farig ausgeführt, wie auch im Abschluss fehlte die letzte Konsequenz. Trotzdem gelang es Topscorer Simon Müller zwei weitere Male einzunetzen. Mit einem klaren 6:0 Vorsprung ging es in den letzten Abschnitt.

Im dritten Drittel drehten dann die Glarner wieder auf. So wurde das spielerisch doch etwas limitierte Tabellenschlusslicht mehrmals fast Minutenlang in deren Verteidigungszone eingeschnürt. Allen Voran war es der erste Block um die Gebrüder Müller und Ramon Streiff, welcher die Musik machte. Mit vier weiteren erfolgreichen Abschlüssen waren Sie für alle neun erzielten Toren verantwortlich! Erfolgreichster Schütze dabei war Simon Müller, der fünf Treffer selber markierte und insgesamt acht Scorerpunkte sammelte. Leider verpassten es die Feldspieler dem anderen Matchwinner des Glarner EC, ihrem Schlussmann, zu seinem persönlichen Erfolgserlebnis zu verhelfen. Durch eine unnötige Strafe kurz vor Spielende konnte der EV Dielsdorf-Niederhasli nochmals in Überzahl agieren uns tatsächlich gelang es ihnen, Micheroli den Shutout zu vermiesen.

Durch den überzeugenden 9:1 Erfolg klettern die Glarner auch in der Tabelle bis auf den neunten Rang vor. Der Anschluss ans breite Tabellenmittelfeld ist definitiv geschafft. Sich in diesem weiter zu behaupten, dazu bietet sich dem GEC bereits nächsten Samstag im Zürcher Dolder Gelegenheit. Die GCK Lions liegen in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung einen Platz weiter vorne, jedoch auch bei einer Partie mehr ausgetragen.

 

Glarner EC : EV Dielsdorf-Niederhasli 9:1 (4:0, 2:0, 3:1)
KEB Buchholz, Glarus. – 61 Zuschauer. – SR Kamer, Hofstetter.

Tore: 3. Müller Simon (Streiff Ramon, Müller Jeremias) 1:0. 8. Müller Jeremias (Müller Simon, Kubli) 2:0. 10. Mettler (Streiff Ramon; Ausschluss Hummel, Hauser) 3:0. 15. Müller Jeremias (Streiff Ramon, Müller Simon) 4:0. 23. Müller Simon (Streiff Ramon, Müller Jeremias) 5:0. 37. Müller Simon (Streiff Ramon; Ausschluss Kobler, Kubli) 6:0. 47. Faoro Patrick (Ausschluss Störi, Maag, Streiff Aljoscha) 7:0. 49. Müller Simon (Mettler, Müller Jeremias) 8:0. 53. Müller Simon (Streiff Aljoscha) 9:0. 60. Lang (Blaser, Armari; Ausschluss Anderegg) 9:1.

Strafen: 10×2 Minuten gegen Glarus, 8×2 Minuten gegen Dielsdorf-Niederhasli.

Glarus: Micheroli; Zehnder, Bühler; Stüssi, Streiff Aljoscha; Faoro Patrick, Mettler; Streiff Ramon, Müller Simon, Müller Jeremias; Lutz Simon, Hauser, Largo; Ciprian, Kubli, Faoro Denis; Anderegg.
Glarus ohne Müller Dominique, Freuler (verletzt), Müller Tobias, Lutz Fabio (abwesend).

EV Dielsdorf-Niederhasli: Alraun; Maag, Blaser; Lang; Armari, Walter, Wenzinger; Berger, Kobler, Derendinger; Störi, Oswald, Hummel.

Glarner EC schlägt den Aufsteiger

Von Dominik Hauser

Die 3.Ligisten des Glarner Eislaufclubs gewinnen gegen den EHC Thalwil nach einer kompakten Teamleistung erstmalig in der regulären Spielzeit mit 5:2.

Nach der lamentablen Leistung der Vorwoche war für den GEC beim Match gegen den letztjährigen Aufsteiger aus der 4. Liga Wiedergutmachung angesagt. Gegen den vor allem defensiv starken Gegner sollten drei Zähler eingefahren werden, um auch den Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu wahren und nicht bereits in frühe Abstiegsnöte zu geraten. Thalwil hat sich aber bereits gut in der neuen Spielklasse eingelebt und drei von vier Begegnungen gewonnen. Glarus sollte also gewarnt sein.

Der Glarner Trainer forderte von seinen Spielern, von Beginn weg das Spieldiktat an sich zu reissen und mit viel Schlittschuhlaufen und schnellen Wechseln das Tempo hochzuhalten. Mit 3 kompletten Blöcken, Dominic Noser gab nach mehrjähriger Abstinenz ein beachtliches Comeback, konnte der EHC Thalwil sofort unter Druck gesetzt werden. Gegen die massierte Abwehr fanden der GEC jedoch vorderhand kein Durchkommen und hinten durften die auf Konter lauernden Zürcher nicht vergessen werden. In der 14. Minute fand Simon Müller eine Lücke im Bollwerk des EHCT und brachte das Auswärtsteam mit 1:0 in Führung. Wie bereits mehrmalig in der laufenden Meisterschaft bewiesen, zeigten die Glarner aber auch heute, dass sie nach einem erzielten Treffer nicht konzentriert weiterspielen, sondern im Moment der Glückseligkeit verweilen. Gerade einmal 15 Sekunden nach Wiederanpfiff fand sich Riedener alleine im Glarner Slot vor und konnte einen Abpraller ungehindert zum Ausgleich verwerten. Zurück auf Feld eins und alles wieder von vorne, dachte sich wahrscheinlich auch die erste Sturmformation des GEC und überwand nach schönem Durchspiel kaum eine Zeigerumdrehung später den gegnerischen Abwehrriegel ein zweites Mal. Bei der knappen Führung für die Gastmannschaft blieb es dann bis zur ersten Pause.

Dass das Team von der Pfnüselküste aber nicht nur Beton anmischen kann, zeigten sie vor allem im zweiten Drittel. Mit schnellen, geradlinigen Gegenstössen überliefen die Thalwiler mehrmals die Verteidigung. Es brauchte teils grossartige Paraden von Torhüter Fabio Lutz um den Vorsprung der Glarner Hockeyaner zu behaupten. Aber auch der Zürcher Goalie zeigte keine Schwächen und brachte die GEC Stürmer diverse Male fast zur Verzweiflung, insbesondere Kubli scheiterte wiederholt aus bester Position. Die Folge war ein tor-, aber nicht ereignisloses Mitteldrittel.

Jetzt ja nicht nachlassen, weiter konsequent die Räume eng machen und den Gegner mit Störarbeit zu Fehlern zwingen, so lautete die Forderung von Coach Zimmermann an seine Spieler für den letzten Abschnitt. Mit kurzen Einsätzen aller drei Blöcke konnte das Tempo hochgehalten werden, zu hoch für den Aufsteiger. Simon Müller erhöhte zehn Minuten vor Schluss mit seinem dritten persönlichen Treffer auf 3:1 für den Glarner EC. Nach dem postwendenden Anschlusstreffer von Thalwil, wie im ersten Drittel gönnte sich Glarus nach einem Erfolgserlebnis eine kurze gedankliche Auszeit, rückten Jeremias Müller und Simon Lutz mit einem Doppelpack das Resultat wieder ins rechte Licht. Damit war der Mist geführt und der erste Vollerfolg für die Glarner in der Saison Tatsache.

Mit nunmehr 5 Punkten aus 6 Spielen auf dem Konto ist der Glarner Eislaufclub zwar nach wie vor auf dem zweitletzten und somit auf einem Barrageplatz klassiert, jedoch beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer nur drei Zähler. Gelegenheit über den Strich zu klettern bietet sich dem GEC bereits am nächsten Samstag, wenn das Schlusslicht Dielsdorf-Niederhasli im heimischen Buchholz in Glarus gastiert. Mit einer konzentrierten und disziplinierten Leistung wie gegen Thalwil darf ein zweiter Sieg de suite von der 1. Mannschaft des Glarner EC erwartet werden.

 

EHC Thalwil : Glarner EC 2:5. (1:2, 0:0, 1:3)
KEB Brand, Thalwil. – 20 Zuschauer. – SR Lenz, Isler.
Tore: 14. Müller Simon (Kubli, Müller Jeremias) 0:1. 14. Riedener (Blättler) 1:1. 15. Müller Simon (Müller Jeremias) 1:2. 45. Müller Simon (Kubli, Müller Jeremias) 1:3. 47. Riedener 2:3. 56. Müller Jeremias 2:4. 57. Lutz Simon (Ciprian) 2:5.
Strafen: Je 4×2 Minuten.
Thalwil: Biner; Brügger, Sidler; Hiltmann, Vesely; Wyss, D`Ercole, Graf; Jenny, Riedener, Schweri; Kost, Zwahlen, Blättler; Poon.

Glarus: Lutz Fabio; Müller Dominique, Mettler; Stüssi, Bühler; Müller Tobias, Zehnder; Kubli, Müller Simon, Müller Jeremias; Anderegg, Hauser, Faoro; Ciprian, Lutz Simon, Largo; Noser; Micheroli.
Glarus ohne Freuler (verletzt), Streiff Ramon, Streiff Aljoscha (beide abwesend).

 

Glarner EC misslingt die Heimpremiere

Im ersten Heimspiel der Glarner 3. Liga Hockeyaner folgte nach vierzig ausgeglichenen Minuten der Einbruch auf Seiten des GEC. Mit 2:6 ging die Partie zum Schluss deutlich an den SC Küssnacht am Rigi, während die Glarner beim Heimpublikum keinen überzeugenden Eindruck hinterlassen konnten.

Zum ersten Saisonspiel auf heimischem Eis empfing die Mannschaft von Trainer Christian Zimmermann den SC Küssnacht am Rigi im Buchholz. Die Schwyzer hatten drei ihrer fünf bisherigen Partien verloren, was die Glarner, nach dem Penaltysieg vom letzten Wochenende, auf einen weiteren Punktgewinn hoffen liess. Der Einstieg gelang dem GEC dann auch gut und man spielte munter nach vorn, was dem Gastgeber zunächst auch mehr Torchancen einbrachte. Dennoch war es Küssnacht, das in der 13. Minute zum ersten Torerfolg kam: Grätzer verwertete die Vorlage von Zürcher zum 0:1.

Schneller Ausgleich der Glarner
Nachdem bis zur ersten Pause keine weiteren Treffer mehr gefallen waren, verlor der GEC nach dem Wiederanspiel keine Zeit und kam durch Simon Müller nach 27 Sekunden zum 1:1-Ausgleich. In der Offensive vermochte Glarus auch in der Folge durchaus mitzuhalten, beim Spiel in der eigenen Zone waren aber deutliche Mängel auszumachen. Sobald Küssnacht mit Tempo ins Glarner Drittel eindrang, wurde es stets gefährlich. Oftmals stimmte die Zuordnung im Glarner Abwehrspiel nicht. Zwar musste GEC-Keeper Micheroli im Mittelabschnitt kein Gegentor hinnehmen, um sich von den Gästen abzusetzen hätte es aber im Schlussabschnitt eine Steigerung auf Seiten der Gastgeber gebraucht.

Küssnacht zog davon
Nachdem in den letzten zwanzig Minuten zunächst von den Unparteiischen auf beiden Seiten je ein Treffer aberkannt wurde, waren es dann die Küssnachter, die nochmals zulegen konnten. Der GEC schien mental nicht bereit für die spielentscheidende Phase, während die Gäste nun die Schwächen im Glarner Spiel ausnutzen konnten: Stefan Baggenstoss (47.) und Grätzer (48.) mit einem Doppelschlag, sowie Stalder in der 51. Minute erhöhten bis auf 1:4. Der GEC vermochte darauf nicht zu reagieren, erst nachdem der SC Küssnacht am Rigi durch Thomas Baggenstoss im Powerplay und Zürcher (beide 54.) mit zwei weiteren schnellen Toren bis auf 1:6 davonzog, schien nochmals ein Ruck durch die Heimmannschaft zu gehen. Zwar verkürzte Ramon Streiff fünf Minuten vor Spielende noch auf 2:6, um bei der Punktevergabe aber tatsächlich ein Wörtchen mitzureden, kam die Reaktion der Glarner eindeutig zu spät.

 

Glarner EC – SC Küssnacht am Rigi 2:6 (0:1, 1:0, 1:5)
Kunsteisbahn Buchholz, Glarus. – 98 Zuschauer. – SR Deflorin, Wolf.

Tore: 14. Grätzer (Zürcher, Huser) 0:1. 21. S. Müller (R. Streiff, J. Müller) 1:1. 47. S. Baggenstoss 1:2. 48. Grätzer (Zürcher) 1:3. 51. Stalder (Truttmann) 1:4. 54. T. Baggenstoss (Truttmann / Ausschluss M. Lutz) 1:5. 54. Zürcher (Huser) 1:6. 56. R. Streiff (S. Müller, J. Müller) 2:6.

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Glarus, 8mal 2 Minuten gegen Küssnacht am Rigi.

Glarus: Micheroli, Bühler, Müller Dominique, Müller Jeremias, Müller Simon, Streiff Ramon, Zehnder, Müller Tobias, Lutz Mathias, Anderegg, Streiff Aljoscha, Freuler, Stüssi, Kubli, Ciprian, Largo, Lutz Fabio.
Glarus ohne Hauser, Faoro, (beide abwesend) und Lutz Simon, Mettler (beide verletzt). 

Küssnacht am Rigi: Brand, Müller, Truttmann, Huser, Frigeri, Mennel, De Marco, Baggenstoss Thomas, Zürcher, Stalder, Grätzer, Flury, Baggenstoss Stefan, Grüter, Fuchs Joel, Fuchs Yannick.

 

GEC siegt nach Überstunden erstmalig

Von Dominik Hauser

In einer verrückten, von vielen Toren und noch mehr Strafen geprägten Partie gewinnt der Glarner EC erstmals in der Saison 2015/16. Erstmals in dieser Spielzeit konnten die Glarner 3.Ligisten mit zwei Eistrainings in den Beinen zu einem Meisterschaftsspiel anreisen. Diese veränderte Voraussetzung plus die Motivation, endlich den ersten Sieg nach drei teilweise unnötigen Niederlagen einzufahren, versprach doch Einiges für den Auftritt in der Bossard Arena.

Die Heimstätte war zwar nicht restlos ausverkauft, doch was die anwesenden Zuschauer zu Gesicht bekamen war Spektakel pur. Weder der GEC noch der HC Zugerland weisen die stabilste Defensive auf, was ein Blick auf das jeweilige Torverhältnis verriet (beide Teams rangieren zuhinterst bei den Anzahl Gegentoren), dass jedoch gleich 14 Tore fallen würden, davon ging niemand aus. Doch der Reihe nach. Der Glarner Eislauf Club erwischte wie schon so oft in dieser Saison den schlechteren Start und musste den forsch und stilsicher auftretenden Zugern das Diktat überlassen. Bis zur Drittelshälfte musste Keeper Fabio Lutz bereits zweimal hinter sich greifen. Individuelle Fehler und fehlende Zuordnung ermöglichten dem Gegner das Skore zu eröffnen, wobei der zweite Treffer sogar bei einer Glarner Überzahlsituation fiel. Die Reaktion des Tabellenschlusslichts aus dem Glarnerland folgte jedoch postwendend. In den bis Dato besten 10 Minuten der gesamten Saison spielten sie den HCZ förmlich an die Wand. Ein erneutes Powerplay konnte Hauser zum Anschlusstreffer ausnutzen und ein bilderbuchmässig vorgetragener Konter der designierten Paradelinie um die Gebrüder Müller plus Ramon Streiff führte zum Ausgleich. Noch vor Ende des ersten Abschnitts lag der GEC nach einem etwas glückhaft abgelenkten Schuss von Stüssi erstmalig in Führung. Diese hielt bis zur Sirene stand.

Trainer Zimmermann ermahnte seine Spieler beim Pausentee, jetzt nicht nachzulassen und weiter für den Erfolg zu kämpfen. Einige Glarner nahmen die Ansprache jedoch etwas zu wörtlich, sodass auf dem Eis vermehrt Einlagen à la Morant und Rüfenacht, denn von Suri, Martschini & Co. zu sehen waren. Die vielen Strafen auf beiden Seiten führten dazu, dass der Spielfluss zwar arg in Stocken geriet, aber viel Platz auf dem Eis nun für beide Mannschaften zur Verfügung stand. Dabei zeigten sich die Zuger etwas kaltblütiger im Abschluss und drehten trotz einiger starker Abwehrreaktionen des GEC-Schlussmanns die Partie innert Kürze auf 3:5 aus Glarner Sicht. Eine 2 plus 2-Minutenstrafe gegen Steinmann wussten die Hockeyaner mit dem Fridolin auf der Brust jedoch resolut auszunutzen und glichen durch Kubli und Simon Müller wieder aus.

Auch das letzte Drittel bot beste Unterhaltung für die Freunde des Spiels auf der glatten Unterlage, ausser vielleicht für Anhänger der schwedischen Mauertaktik aus den 90er Jahren. Die Glarner führten durch Goals von Topscorer Ramon Streiff und Jeremias Müller bis kurz vor Schluss mit 7:5, konnten jedoch den Vorsprung nicht über die Runden bringen. Zwei ärgerliche Gegentore bedeuteten den erneuten Ausgleich. Ganz zum Schluss musste der GEC sogar noch froh sein, überhaupt in die Verlängerung zu kommen. Aufkommende Nervosität und etwas fehlendes Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter führten dazu, dass der Glarner EC die letzten beiden Minuten der regulären Spielzeit in doppelter Unterzahl agieren musste. Auch mit etwas Glück, vor allem jedoch mit Willen und Aufopferungsgabe, es wurde sich in jeden Zugerschuss geworfen, verteidigten die Auswärtigen das Unentschieden bis zur Schlusssirene. Die fällige 5-minütige Verlängerung verlief zur Beruhigung des Nervenkostüms von Coach Zimmermann anschliessend relativ ereignislos, keine Tore, keine Strafen, ein Pfostenschuss des HC Zugerland. Im entscheidenden Penaltyschiessen erwiesen sich die Glarner als kaltblütiger und holten sich die ersten beiden Zähler der noch jungen Saison. Simon Müller und Kubli zeigten keine Nerven und versenkten ihre Versuche souverän, währenddessen Fabio Lutz deren vier entschärfte.

Mit dem verdienten Erfolg grüsst der GEC nun nicht mehr vom Tabellenende und darf am kommenden Samstag mit gestärktem Selbstvertrauen zum ersten Tanz im heimischen Buchholz bitten.

 

HC Zugerland : Glarner EC 7:8 n.P. (2:3, 3:2, 2:2, 0:1)
Bossard Arena, Zug. – 40 Zuschauer. – SR Mellert, Müller.
Tore: 6. Kücük (Steinmann, Blöchlinger) 1:0. 11. Mauderli (Hedberg; Ausschluss Brand!) 2:0. 14. Hauser (Anderegg; Ausschluss Kücük). 2:1. 15. Streiff Ramon (Müller Simon, Müller Jeremias) 2:2. 16. Hauser (Stüssi) 2:3. 24. Mauderli (Steinmann, Hedberg; Ausschluss Faoro, Müller Dominique) 3:3. 29. Amhof (Reszler, Mosimann) 4:3. 32. Kücük (Ausschluss Müller Dominique) 5:3. 34. Kubli (Ausschluss Steinmann) 5:4. 34. Müller Simon (Streiff Ramon; Ausschluss Steinmann) 5:5. 41. Streiff Ramon (Müller Simon, Müller Jeremias) 5:6. 55. Müller Jeremias (Müller Simon, Streiff Ramon) 5:7. 56. Brügger 6:7. 57. Brügger (Hedberg) 7:7. Glarus siegt im Penaltyschiessen 2:1.
Strafen: 12×2 Minuten gegen Zugerland, 15×2 plus 2×10 Minuten (Bühler) gegen Glarus.
HC Zugerland: Vogel; Brand, Fischer; Villiger, Blöchlinger; Kuster, Kretz; Mauderli, Brügger, Kücük; Walker, Hedberg, Benz; Mosimann, Resler, Steinmann; Amhof.
Glarus: Lutz Fabio; Müller Dominique, Bühler; Stüssi, Streiff Aljoscha; Müller Tobias, Zehnder; Streiff Ramon, Müller Simon, Müller Jeremias; Anderegg, Hauser, Faoro; Ciprian, Kubli, Largo; Micheroli.
Glarus ohne Mettler, Lutz Simon, Freuler (verletzt).

Missglückter Saisonstart der 1. Mannschaft

Von Dominik Hauser

Nachdem in den beiden obersten Spielklassen bereits im September wieder dem Hartgummi hinterhergerannt wird, ist traditionellerweise im Oktober auch für die glarner 3.Liga Eishockeyaner der Meisterschaftsstart.

Nach der gelungenen zweiten Hälfte der Saison 2014/2015, in der Rückrunde sammelte der GEC am zweitmeisten Punkte aller Teams, sowie den erfolgreich gestalteten zwei Testspielen gegen ebenfalls 3.Liga-Mannschaften, starteten die Glarner mit viel Optimismus in die neue Wintersaison. Zusätzliche Zuversicht gab dem Team von Trainer Christian Zimmermann die Tatsache, dass trotz den zwei Rücktritten der Routiniers und langjährigen Leistungsträgern Markus Waldvogel und Mathias Lutz, das Kader mit Rückkehrern und Neueinsteigern auf über 20 Spieler aufgestockt werden konnte. So sollte es möglich sein, an jedes Spiel mit drei kompletten Blöcken anzutreten, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war.

Startniederlage gegen Seetal

Da das heimische Buchholz erst Ende Oktober über Eis verfügt, führten die ersten beiden Matches auswärts und ohne Trainingseiskontakt für die 1.Mannschaft des Glarner Eislaufclubs statt. Zum Auftakt wartete mit dem HC Seetal der vermeintlich stärkste Gegner der Gruppe auf die GEC-Cracks. Im letzten Jahr verlor der GEC beide Partien, wobei das Spiel in Hochdorf in einer 3:9 Niederlage endete. Entsprechend zollten die Glarner den Innerschweizern zu Beginn etwas viel Respekt, sodass diese gleich das Zepter übernahmen und von Beginn weg Druck auf das Gehäuse des Auswärtsteams ausübten. In der 9. Minute musste sich der GEC-Torhüter Micheroli ein erstes Mal geschlagen geben. Der Gegentreffer fiel nicht zwingend, war dem Spielverlauf entsprechend jedoch verdient. Für den Glarner EC wirkte der frühe Rückstand zum Erstaunen vieler jedoch nicht verunsichernd, viel eher aber wie ein verspäteter Startschuss in die neue Saison. Fortan hielten Sie dem bereits eingespielten Ensemble aus der Zentralschweiz erstaunlich gut dagegen und machten noch fehlende Abstimmung und Trainingsstunden mit Willen und Kampfgeist wett. So fielen bis zur ersten Drittelspause keine weiteren Treffer mehr.
Auch im zweiten Drittel wurde das Tempo forciert und es entwickelte sich ein munteres Auf und Ab. Zwar blieb der HC Seetal weiter das stärkere und spielgestalterische Team, aber auch die Glarner kamen immer wieder mit schnellen Kontern zu ihren Chancen. Den beiden starken Schlussmännern, sowie teilweise dem Unvermögen der Stürmern war es zu verdanken, dass sie das Mitteldrittel ohne Tore bereits dem Ende neigte. Mit den Gedanken vermutlich bereits im Pausentee, ging zweimal ein Gegenspieler im Slot sträflich vergessen, sodass das Heimteam mit einem Doppelschlag auf 3:0 davonziehen konnte.
In der Garderobe ermahnte GEC-Coach Zimmermann seine Spieler sich jetzt nicht entmutigen zu lassen, sondern forsch weiter zu marschieren und so vielleicht zu Wende noch herbeiführen zu können. Gesagt getan, kaum wieder angepfiffen profitierte Hauser von einer herrenlosen Scheibe und brachte so die Hoffnung für seine Farben endgültig zurück. Da nun auch die Verteidiger immensen Tordrang verspürten, entwickelte sich in der Folge ein Spiel der vielen Chancen, in welchem beide Teams ihr Heil fast bedingungslos in der Offensive suchten. Einen weiteren Doppelschlag der Seetaler beantworteten die Glarner ihrerseits mit einer Doublette durch ein schönes Solo von Kubli und einem Powerplaytor durch R.Streiff. Näher als auf zwei Tore kam der GEC jedoch nie mehr und so setzte es trotz eines sehr beherzten Auftritts eine 3:6 Auftaktniederlage ab. Nichtsdestotrotz konnten aus diesem Aufgalopp einige positive Aspekte mitgenommen werden, wie es Captain Dominique Müller zusammenfasste.

HC Seetal : Glarner EC 6:3 (1:0, 2:0, 3:3)
SZ Südi Seetal, Hochdorf. – 83 Zuschauer. – SR Bächler, Affolter.
Tore: 9. Burger (Schwegler, Trottmann) 1:0. 38. Müller (Nick, Kleiner) 2:0. 40. Mathis (Müller, Zimmermann) 3:0. 42. Hauser (R.Streiff) 3:1. 43. Hodel (Nick, Müller) 4:1. 45. Bühlmann (Zimmermann, Trottmann) 5:1. 45. Kubli 5:2. 46. R.Streiff (Hauser, Stüssi; Ausschluss Walker) 5:3. 50. Zimmermann (Bühlmann) 6:3.
Strafen: je 6×2 Minuten.
HC Seetal: Joller; Kleiner Bucher; Hodel, Da.Müller; Burkart, Walker; F.Müller, Zimmermann; Burger; Bühlmann, Jauch, Häfliger; Do.Müller, Schwegler, Mathis; Nick, Troxler, Trottmann
Glarus: Micheroli; Müller Dominique, Stüssi; Bühler, Ciprian; Faoro Patrick, Müller Simon, Faoro Denis; Streiff Ramon, Hauser, Largo; Kubli, Lutz Simon; Lutz Fabio
Glarus ohne Müller Jeremias, Müller Tobias, Herzog, Mettler, Streiff, Aljoscha Freuler (abwesend), Zehnder, Anderegg, (verletzt)

 

Viele Strafen stehen dem GEC im Weg

Nach dem resultatmässig zwar missglückten, spielerisch aber ansprechenden Auftaktmatch, erhoffte sich die 1.Mannschaft des GEC bei ihrem zweiten Spiel der Meisterschaft in der 3.Liga gegen den EHC Engelberg die ersten Punktgewinne. Im letzten Jahr waren beide Teams ungefähr auf Augenhöhe, was auch der Rangierung im Mittelfeld wiederspiegelte. Glarus konnte für das Auswärtsspiel auch dank Temporärrückkehrer Mathias Lutz auf drei komplette Blöcke zählen, was schnelle Wechsel und eine hohe Intensität ermöglichen sollte.
Der Start verlief jedoch komplett entgegen allen vor Matchbeginn geschmiedeten Vorsätzen und Konzepten. Die Glarner Hockeyaner schienen durch die lange Anreise leicht sediert, völlig blutleer kurvten Sie zumeist im eigenen Drittel dem Gegner hinterher. Die Gastgeber vom Titlis konnten praktisch ungehindert immer wieder gefährliche Angriffe lancieren und so erstaunte es nicht, dass bereits nach knapp 6 Minuten der GEC sich mit 0:2 im Hintertreffen befand. Die Engelberger schienen immer einen Schritt schneller zu sein, sodass sich die Glarner vielfach nur mit unerlaubten Mitteln zu helfen wussten. Fünf kleine Strafen einzig im ersten Drittel sprechen eine deutliche Sprache. Einzig GEC-Keeper Fabio Lutz zeigte sich auf der Höhe seiner Aufgabe und rettete teils spektakulär den 2-Torerückstand bis zur Pause.
Trainer Zimmermann konnte dieser Auftritt bis anhin gar nicht gefallen und nahm seine Mannen gehörig ins Gebet. Die Ansprache schien zu wirken, kamen die Glarner doch um einiges frischer aus der Kabine. Mit schnellen Gegenstössen wurde der Engelberger Torhüter nun häufiger als der eigene geprüft, doch selbst die solo anstürmenden Largo und Simon Müller konnten die Scheibe nicht ins Netz befördern. Zudem machte es den Anschein, als hätten die GEC-Cracks mit ihren vielen Strafen aus dem ersten Drittel allen Goodwill beim Schiedsrichterduo Baumann/Baumann verspielt, sodass diese bis zum Schluss konsequent alle (un-)möglichen Strafen gegen Glarus verhängten. Nichtsdestotrotz konnten die Glarnerländer durch zwei schön herausgespielte Tore durch Hauser und Mathias Lutz auch auf der Anzeigetafel ausgleichen.
Im letzten Abschnitt neutralisierten sich beide Teams weitgehend, bis zwei vermeidbare Aussetzer in der Hintermannschaft Glarus einen neuerlichen Rückstand bescherte. Diesem rannte der GEC bis zum Schluss an, blieb offensiv aber ohne Fortune und kassierte durch einen Konter noch einen weiteren Gegentreffer zum 2:5 Schlussresultat.

Die beiden nächsten Partien finden beide ebenfalls auswärts statt, bevor es dann am 7. November zum ersten Mal zu einem Heimspiel der Glarner 3.Ligisten im Buchholz kommt. Es ist zu hoffen, dass bis dahin durch den Trainingsbeginn auf dem eigenen Gletscher die gähnende Leere auf dem Punktekonto des Glarner EC ausgemerzt werden konnte.

EHC Engelberg : Glarner EC 5:2 (2:0, 0:2, 3:0)
Sportingpark, Engelberg. – 35 Zuschauer. – SR Baumann, Baumann.
Tore: 3. Mathis (Braun, Ambauen) 1:0. 7. Danioth 2:0. 37. Hauser (Faoro) 2:1. 40. M.Lutz (Hauser) 2:2. 48. Mathis (Braun; Ausschluss D.Müller) 3:2. 49. Braun (Mathis) 4:2. 55. Schuler (Hess, Ambauen; Ausschluss D.Müller, Mettler) 5:2.
Strafen: 9 mal 2 Minuten gegen Engelberg, 14 mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Mettler) gegen Glarus.
Engelberg: Zumbühl; Krummenacher, Suarez; Christen, Dörig; Schuler Seppi, Schuler Fabio; Eberli, Roth; Braun, Vokurka, Kaufmann; Mathis Patrick, Ambauen, Danioth; Mathis Roland, Wild, Hess; Odermatt.
Glarus: Lutz Fabio; Müller Dominique, Bühler Thomas; Mettler, Stüssi; Müller Tobias, Streiff Aljoscha; Streiff Ramon, Müller Simon, Müller Jeremias; Lutz Mathias, Hauser, Faoro; Kubli, Ciprian, Largo; Herzog; Micheroli.

eishockey_trainingslager_2015

90 Hockeyaner im GEC-Trainingscamp in Widnau

Vom 18. bis 20. September fand das Trainingslager des GEC in Widnau statt. Die 1. Mannschaft und die Senioren führten das Trainingslager dieses Jahr erstmals gemeinsam durch und absolvierten insgesamt fünf Trainingseinheiten unter der Leitung von Christian Zimmermann.

Nebst den beiden Aktivteams führten auch vier Nachwuchsmannschaften das Trainingslager durch. Rund 50 Spieler der Stufen Piccolo, Moskito, Mini und Novizen nahmen an vier Trainingseinheiten teil, welche durch die jeweiligen Nachwuchstrainier geleitet wurden. Die hervorragende Infrastruktur der Sportanlage in Widnau war während diesem Wochenende mit rund 90 Spielern und Trainern also fest in Glarner Hand. Die Mannschaften konnten sich optimal auf den bevorstehenden Meisterschaftsstart vorbereiten und freuen sich nun auf die kommenden Freundschaftsspiele und Ernstkämpfe!

Fotos vom Trainingscamp