Nach zwei intensiven Spielen steht es in der Playout-Serie zwischen dem Glarner EC und den HC Eisbären St. Gallen 1:1. Im dritten Aufeinandertreffen steigt in Glarus ein richtungsweisendes Duell – mit entsprechend viel Spannung und Emotionen.
Blitzstart vor Heimpublikum
In der Abstiegsrunde der 2. Liga ist die Best-of-5-Serie mit viel Tempo und Leidenschaft lanciert worden. Nach den ersten beiden Partien verteidigten beide Teams ihr Heimrecht – allerdings auf sehr unterschiedliche Art. Am Mittwoch legten die Glarner vor eigenem Publikum einen nahezu perfekten Auftritt hin. Mit vier Linien hielten sie das Tempo von Beginn weg hoch und setzten die Gäste früh unter Druck. Zwar gelang St. Gallen zwischenzeitlich der Ausgleich, doch die Reaktion des Heimteams fiel beeindruckend aus. Praktisch im Gegenzug stellten die Glarner den Vorsprung wieder her und bauten ihn noch vor der ersten Pause aus. Im zweiten Drittel schalteten die Gastgeber nochmals einen Gang höher – nun lief die Offensivmaschine richtig heiss. Allen voran Moritz Kellenberger, der gleich dreimal traf, drückte der Partie ihren Stempel auf. Scheibensicherheit, konsequentes Forechecking und hohe Effizienz vor dem Tor sorgten dafür, dass von den Eisbären kaum mehr Gegenwehr kam. Die Glarner kontrollierten das Geschehen souverän und spielten ihren Vorteil kompromisslos zu Ende. Der deutliche 9:1-Sieg setzte ein klares Ausrufezeichen in dieser Serie.
Körperbetontes Auswärtsspiel mit bitterem Ende
Ganz anders präsentierte sich die Partie vom Samstag in St. Gallen. Trotz erneut vier Blöcken erreichte der Glarner EC nicht dieselbe Intensität wie im ersten Spiel. Die Gastgeber agierten körperbetonter und störten den Spielaufbau früh. Zwar gingen die Glarner nach starkem Start durch Remo Largo verdient in Führung, verloren danach jedoch zunehmend die Kontrolle. St. Gallen glich aus und wurde im weiteren Verlauf gefährlicher. Torhüter Rico Blöchliger hielt sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel und bewahrte die Glarner vor einem früheren Rückstand. Offensiv erspielten sich die Gäste zwar einzelne gute Aktionen, doch wirklich zwingende Chancen blieben selten. Zusätzlich schwächten sich die Glarner mit mehreren Strafen selbst. Die ausgeglichene Partie ging in die Verlängerung. In Unterzahl bot sich dem Glarner EC die riesige Chance zum Sieg, doch praktisch im Gegenzug erzielten die Eisbären den entscheidenden Treffer. Die knappe Niederlage bedeutete den Serienausgleich – ein bitterer Moment nach einem aufopferungsvollen Kampf.
Wichtiges Heimspiel in Spiel Drei
Nach zwei Spielen ist die Serie damit völlig offen. Beide Teams haben gezeigt, wozu sie fähig sind – nun wird entscheidend sein, wer Konstanz und Disziplin besser über 60 Minuten aufs Eis bringt. Besonders brisant: Der Sieger des nächsten Spiels am Mittwoch, 11. Februar, in Glarus ist nur noch einen Erfolg vom Klassenerhalt entfernt. Entsprechend hoch dürfte die Bedeutung dieser Partie sein – ein echtes Schlüsselspiel im Abstiegskrimi.
Marco Zehnder