Kategorie-Archiv: 1. Mannschaft

Beiträge zur 1. Mannschaft

gec-uzwil-2020

Bauchlandung in Uzwil

Das neue Jahr hätte für den GEC nicht besser starten können. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen fasste man Mut und Zuversicht für die Partie gegen die Habichte aus Uzwil. Im ersten Vergleich musste man zwar als Verlierer vom Platz, allerdings waren die Ostschweizer in Reichweite.

Von Fabio Lutz

Mit 15 Feldspielern (davon fünf Junioren) wollte man möglichst viele Punkte aus Uzwil entführen. Dementsprechend startete man ins Spiel und hatte in den ersten Minuten die besseren Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Das erste Drittel wurde ausgeglichener und der EHC Uzwil bekam allmählich die Überhand. In der 14. Minute waren es die Ostschweizer, welche in Überzahl mit einem Ablenker in Führung gehen konnten. Die Glarner trabten also mit einem Rückstand zur ersten Verschnaufpause.

Im Mitteldrittel konnte man sich ebenfalls zahlreiche exzellente Möglichkeiten erarbeiten. In der 28. Minute stocherte Remo Largo hartnäckig nach und glich die Partie aus. Nun waren die Glarner im Vorteil. In der 33. Minute erhielt man einen Penalty zugesprochen. Der gefoulte, namentlich Philipp Hensler, übernahm gleich selbst die Verantwortung, liess diese Chance leider ungenützt. Postwendend wurde der GEC bestraft – der Uhrzeiger machte nicht einmal eine ganze Umdrehung und schon waren die Hausherren wieder in Front. Nun sah sich der GEC des Öfteren mit Verteidigungsarbeit beschäftigt. Kurz vor der Pause schlug es zum dritten Mal hinter dem GEC-Schlussmann ein und man musste mit einem Zweitore-Rückstand in die neuerliche Pause.

Für das dritte und letzte Drittel nahm man sich viel vor. Mit einer doppelten Unterzahl bremste man sich aber wieder einmal jäh aus. Das Heimteam in Gelb, liess sich nicht zweimal bitten und machte nach 45 Minuten den Deckel drauf. Nach dem vierten Gegentreffer war die Luft beim GEC draussen. Man stemmte sich zwar weiterhin tapfer dagegen, doch zwingende Chancen blieben aus. Und so konnten die Raubvögel aus dem beschaulichen Uzwil noch die Tore 5 und 6 feiern. Das etwas hohe Schlussverdikt von 6-1 war aus Sicht des GEC sehr schmerzhaft.

Es war so ein typisches Spiel «Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten». Die Glarner waren nicht das schlechtere, aber das weniger effizientere Team. Definitiv fest stehen nun die Playouts. Für diese Spiele sollte man nun versuchen, das Selbstvertrauen auf Vordermann zu bringen. Die nächste Gelegenheit bietet sich am kommenden Samstag in Herisau, wo man sich punktemässig verbessern will.


EHC Uzwil : GEC 6:1 (1:0, 2:1, 3:0)
Uzehalle, Uzwil – 292 Zuschauer. – SR Müller, Mattli.

Tore: 14. Müller 1:0 (Ausschluss: Landolt). 28. Largo (Mettler, Noser) 1:1. 33. Fisch (Bischof) 2:1. 38. C. Moser (Bissegger) 3:1. 45. Gschwend (Altherr; Ausschluss: Noser, Mettler, Hauser; Haldenstein) 4:1. 60. Fisch (Heil) 5:1. 60. Haldenstein (Broder) 6:1
Strafen: Glarus 8×2 Minuten + 10 (Mettler), EHC Uzwil 4×2 Minuten.

Glarus: Lutz Fabio, Blöchlinger; Müller Dominique, Anderegg Joel; Ciprian, Müller Nino; Mettler, Landolt; Largo, Hauser; Noser, Hensler; Luchsinger Jan, Luchsinger Nic; Lutz Simon, Kessler, Moreno.
Glarus ohne Marco Zehnder, Peter Bruhin, Roberto Mettler, Joel Küttel, Pascal Mächler, Zimmermann und Jeret Anderegg (alle abwesend).

Bemerkung: 33. Hensler scheitert mit Penalty.


Nächstes Spiel 1. Mannschaft
SC Herisau – Glarner EC
Sa. 25. Januar, 14.15, Herisau

cup-blenio-2020

Cup-Sieg im Tessin

Nachdem es die Glarner in dieser Saison bis in die dritte Cuprunde geschafft haben, durfte man am vergangenen Samstag bereits wieder die erste Cuppartie für die kommende Saison austragen. Man bekam es mit dem HC Blenio aus dem Tessin zu tun. Diese Mannschaft ist gespickt mit einigen ehemaligen Ambri-Piotta-Spielern. Der GEC war also gewarnt. Man wollte natürlich an den Leistungen im diesjährigen Cup anknüpfen, damit man wieder einen möglichst attraktiven, oberklassigen Gegner in die GLKB Arena holen kann.

Von Fabio Lutz

Vor dem Spiel waren die Aussichten allerdings getrübt. Das Aufgebot war geprägt von vielen Absenzen. Deshalb berief Trainer Patrick Faoro nicht weniger als sechs Junioren ins Aufgebot nach Biasca. Da kurzfristig auch noch der Topscorer krankheitsbedingt Forfait geben musste, stieg der Coach notgedrungen ebenfalls in die Hosen. So trat man die Fahrt ins Tessin mit zwölf Feldspielern an.

Das erste Drittel war vom gegenseitigen Abtasten geprägt. Die Glarner spielten gut und verzeichneten etwas mehr Möglichkeiten als die Südschweizer aus dem „Valle di Blenio“. Aufgrund dessen, dass der HC Blenio über viele Spieler im biblischen Hockeyalter verfügte (Unser Coach fühlte sich wohl für einmal auch nicht mehr so alt), versuchten die jungen Glarner ihr Tempo als Vorteil auszuspielen. Tore gab es im ersten Durchgang keine für die Handvoll Zuschauer, welche dem Spiel beiwohnten.

Im zweiten Drittel ging das Tessiner Heimteam schnell in Überzahl in Führung. Der GEC konnte aber reagieren und glich in der 25. Minute durch Gilles Kessler aus. Der Junior verwertete seinen Alleingang im Stile eines Routiniers eiskalt. Mit einem Doppelschlag innert knapp einer Minute durch Daniel Moreno und erneut Gilles Kessler konnte man bis zur Spielmitte mit 1-3 in Führung gehen. Der Anschlusstreffer der Südschweizer beantwortete Daniel Moreno, ebenfalls mit seinem zweiten Treffer, mit dem 2-4, welches das zweite Pausenresultat war.

Im letzten Drittel wollte man dieses Resultat natürlich unbedingt über die Zeit bringen. Der grosse Altersunterschied der beiden Teams (Durchschnittsalter Blenio 30, GEC 22 Jahre) schien sich mit Fortdauer der Partie fitnessbezogen auszuwirken. Der GEC wirkte stets etwas frischer und aktiver. In der 53. Minute machte Remo Largo mit dem wunderschönen 2-5 den Deckel drauf: Fadri Gabriel setzte mit einem magistralen Bandenpass Gilles Kessler ein, welcher quer zu Remo Largo schob und dieser nur noch einzunetzen brauchte. Die letzten Zweifel räumte Nino Müller gut drei Minuten vor Schluss aus, als er mit einem präzisen Hocheckschuss den sechsten Treffer markierte. Das Spiel war zwar entschieden, aber noch nicht vorbei. Der HC Blenio konnte noch ihrerseits den dritten Treffer erzielen. Das letzte Wort hatte aber der GEC in Person von Lukas Landolt, welcher praktisch mit der Schlusssekunde das Endresultat von 3-7 bewerkstelligte. Zum besten Spieler der Partie gekürt wurde Remo Largo, welcher sich dies im Stile eines „Duracell-Hasen“ redlich verdiente.

Die Fahrt nach Biasca hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es war sowohl sportlich, als auch teambildend ein Erfolg. Man verbrachte eine gute Zeit während der Reise. Obwohl die Vorzeichen nicht optimal waren, wusste der junge GEC zu überzeugen. Die mitgereisten Junioren spielten alle sehr abgeklärt und trugen einen grossen Teil zum Erfolg bei. Hierfür gebührt Ihnen ein grosses Dankeschön. Die gesamte Mannschaftsleistung gilt es aber herauszustreichen. Alle haben Ihren Anteil an diesem Cup-Erfolg (Ausser vielleicht der Ersatzgoalie…). Der Start ins neue Jahr fiel bislang mit zwei Siegen aus zwei Spielen durchwegs positiv aus. Der Glarner EC möchte diese Serie nun weiter ausbauen. Am kommenden Wochenende gastiert man beim EHC Uzwil, um dieses Vorhaben umzusetzen. Mit neun fehlenden Stammkräften wird es aber bestimmt nicht einfacher. Es ist nun eminent wichtig, dass alle verfügbaren Kräfte in den Spielen und vor allem in den Trainings gebündelt werden können.


HC Blenio : GEC 3:7 (0:0, 2:4, 1:3)
Raiffeisen BiascArena, Biasca – 53 Zuschauer. – SR Ferrara, Di Pietro.

Tore: 22. Raguso (Leonardi; Ausschluss: Ragnolini) 1:0. 25. Kessler (Largo) 1:1. 29. Moreno (Büttiker) 1:2. 30. Kessler (Largo) 1:3. 34. Cocconi (Demuth; Ausschluss: D. Müller) 2:3. 35. Moreno (Büttiker) 2:4. 53. Largo (Kessler) 2:5. 58. N. Müller (Büttiker) 2:6. 59. Molone (Rossi. Leonardi) 3:6. 60. Landolt (Noser) 3:7.

Strafen: Glarus 3×2 Minuten, HC Blenio 2×2 Minuten
Glarus: Blöchlinger, Lutz Fabio; Müller Dominique, Müller Nino; Ragnolini, Faoro; Gabriel, Moreno; Largo, Büttiker; Kessler, Lutz Simon; Noser, Landolt.

Bemerkungen: Glarus ohne Jeret Anderegg, Daniel Mettler (beide krank), Philipp Hensler, Martin Ciprian, Moritz Zimmermann, Joel Küttel, Dominik Hauser, Joel Anderegg, Michael Freuler, Pascal Mächler, Marco Zehnder, Roberto Mettler und Peter Bruhin (alle abwesend).


Nächste Spiele 1. Mannschaft

EHC Uzwil : Glarner EC
Sa. 18. Januar, 20.30 Uhr, Uzwil

SC Herisau : Glarner EC
Sa. 25. Januar, 14.15 Uhr, Herisau

gec-winterthur-2020

Neues Jahr, neues Glück für den Glarner EC

Obwohl die Feiertage und Silvester noch nicht allzu lange der Vergangenheit angehören, durfte sich unsere 3.-Liga-Mannschaft am vergangenen Samstag bereits wieder die Schlittschuhe schnüren. Gegner im zweitletzten Heimspiel der regulären Saison war der EHC Winterthur. Wie gegen die meisten anderen Mannschaften sann man sich auf Revanche einer im Hinspiel erlittenen Niederlage.

Von Fabio Lutz

Nach dem schwierigen letzten Jahr mit wettbewerbsübergreifenden acht Niederlagen in Folge, soll man nun wieder auf die Siegerstrasse zurückfinden. Mit nur einem Training in den Beinen, aber wohl noch dem einen oder anderen Weihnachts-Zusatzkilo auf den Rippen startete man in die Partie. Das erste Drittel war, obwohl keine Tore fielen, sehr ansehnlich. Auf beiden Seiten gab es zahlreiche Abschlüsse, wohl mit etwas Vorteilen für die Gäste aus Winterthur.

Im zweiten Drittel starteten die Glarner etwas verhalten und fanden sich bald in Unterzahl wieder. Die zürcher Oberländer drückten auch nach dieser Strafe auf den ersten Treffer der Partie. Doch dieser fiel positiverweise auf der anderen Seite. Die Glarner konnten sich aus dem Klammergriff befreien und Philipp Hensler nutzte eine 2:1-Situation kaltblütig aus. Es war auffallend, dass der GEC in der eigenen Zone sehr viel Druck auf den Gegner ausübte. In der 39. Minute hatte dann ein Winterthurer dennoch etwas Raum und glich zum 1:1 aus.

In Drittel drei verschärfte das Heimteam das Tempo. Je länger das Drittel dauerte, desto mehr hatte der EHC Winterthur den längeren Atem. Einige hochkarätige Chancen liessen die Gäste liegen und fanden sich in der 57. Minute in doppelter Unterzahl wieder. Das war die Chance für unsere Jungs, endlich den langersehnten Dreier einzufahren. Doch wenn der regelmässige Matchberichtleser etwas weiss, dann ist es der Fakt, dass der GEC hochdramatische und actiongeladene Finishs den romantischen Happyends vorzieht. Kaum war nämlich die erste Strafe für den EHC Winterthur abgelaufen, konnten Sie alleine auf das GEC-Tor losziehen und gingen mit 2:1 in Führung. Zu Spielen waren da noch 2:31. Es roch also wieder nach einer weiteren schwer verdaulichen Niederlage. Bei den Gästen wanderte aber noch einmal ein Spieler in die Kühlbox, und weil er da von einem immer noch sitzenden Teamkameraden empfangen wurde, durfte der GEC noch einmal doppelte Überzahl üben. Eine schöne Passfolge von Dominique Müller über Moritz Zimmermann schloss Jeret Anderegg mit einem präzisen Hammer zum viel umjubelnden Ausgleich ab. Beinahe hätte man noch den Sieg nach 60 Minuten geholt, doch man scheiterte noch vielversprechend kurz vor der Schlusssirene. Die Verlängerung musste entscheiden.

Auch in dieser bewiesen die Hausherren wenig Fingerspitzengefühl mit Ihren Supportern auf der Tribüne. Nach 30 Sekunden musste man in Unterzahl agieren. Winterthur drückte, Glaruswankte, fiel aber nicht. Mit spektakulären Rettungstaten und vereinten Kräften überstand man diese heikle Situation und durfte kurz darauf selber mit einem Mann mehr ran. Nach 63:15 erlöste da Dominique Müller mit einem brachialen Knaller die Gemüter, Nerven und Fingernägel aller anwesenden Glarnern. Es brachen alle Dämme. Man merkte förmlich, wie dieser Sieg den Jungs von Patrick Faoro gut tat.

Matchwinner Dominique Müller strahlte nach dem Spiel: «Ich war froh, konnten wir nach meiner dummen Strafe in der Verlängerung noch gewinnen. Für die Moral und das Selbstvertrauen ist dieser Sieg wichtig im Hinblick auf die bevorstehende Abstiegsrunde. Wir haben heute mit viel Disziplin, Kampf und einer starken Teamleistung gewonnen. Dies brauchen wir in den letzten vier Qualifikationsspielen ebenfalls!»

Für den GEC geht es nächsten Samstag mit der ersten Cuprunde weiter. Hierfür gastiert man im Tessin beim HC Blenio.


GEC : EHC Winterthur II 3:2 n.V. (0:0, 1:1, 1:1; 1:0)
GLKB Arena, Glarus – 97 Zuschauer. – SR Dirren, Wettstein.
Tore: 27. Hensler (Zimmermann) 1:0. 39. Ruf (C. Käser, F. Fries) 1:1. 58. F. Fries (C. Käser; Ausschluss: Rotta!) 1:2. 58. Je. Anderegg (Zimmermann, D. Müller; Ausschlüsse: Rotta, Schöbi) 2:2. 64. D. Müller (Zimmermann; Ausschluss: Kühni) 3:2.
Strafen: Glarus 5×2 Minuten, EHC Winterthur II 8×2 Minuten.
Glarus: Lutz Fabio, Blöchlinger; Müller Dominique, Anderegg Joel; Ciprian, Zimmermann; Mettler, Anderegg Jeret; Largo, Hauser; Noser, Hensler; Müller Nino, Ragnolini; Büttiker, Kessler, Freuler.
Bemerkungen: Glarus ohne Marco Zehnder (alle verletzt), Simon Lutz (Krank), Peter Bruhin, Roberto Mettler, Joel Küttel, Pascal Mächler und Daniel Moreno (alle abwesend).


Nächste Spiele 1. Mannschaft Glarner Eislaufclub
HC Blenio – Glarner EC
Sa. 11. Januar, 19:15, Biasca

bilanz-2019

Der GEC im Tabellenkeller

Es wurde zum Angriff auf die vorderen Plätze geblasen. Nach einer starken Saison schraubte man die Erwartungen beim Glarner EC im letzten Sommer hoch. Gut fünf Monate später macht sich Ernüchterung breit: Der GEC ist Tabellenletzter.

Von Fabio Lutz

Noch in der anderen Ostschweizergruppe schrammte der GEC knapp an den Plätzen für die Aufstiegsrunde vorbei. Die Euphorie und die Vorfreude auf die laufende Saison waren gross. Hinzu kamen wenige Abgänge und die Zuzüge von Philip Hensler (von Urdorf), Daniel Mettler und Joel Küttel (beide von Wetzikon). Doch in der Ostschweizer Gruppe 4 läuft es dem Glarner EC überhaupt nicht. Nach 13 gespielten Partien hat man noch keinen Sieg nach 60 Minuten eingefahren. Zu Buche stehen 11 Niederlagen und magere fünf Punkte. Der letzte Sieg datiert vom 28. Oktober. Für Leitwolf, Captain und Topscorer in Personalunion Jeret Anderegg sind die Gründe klar: «Für mich fehlt es an der Disziplin und dem Ehrgeiz. Ohne diese Attribute kann man nicht besser werden – als Einzelspieler und als Team nicht.» In den Spielen könne man seinem Team punkto Kampfeswillen aber keinen Vorwurf machen. «Klar kämpfen wir. Aber das allein reicht nicht. Wir müssen uns im taktischen Bereich verbessern. Und das können wir nur im Training».

Die Umteilung des GEC in die neue Gruppe scheint ebenfalls ein Grund für die anhaltende Baisse zu sein. Die Gegner spielen taktisch besser und deren Spieler haben meistens schon 1-2 Ligen höher gespielt, resigniert Anderegg und schiebt nach: «Wir müssen die Fehler nicht ausserhalb unserer Möglichkeiten suchen. Wir können das besser.» Auffallend sind die vielen knappen Niederlagen. Nicht weniger als fünf Mal verlor man mit einem Tor Unterschied. Ausserdem schaffte man es oftmals nicht, eine Führung über die Zeit zu retten. «Wir können ja Hockey spielen. Wir haben super Jungs und wir sind ein geniales Team. Aber wir müssen vor der eigenen Türe wischen und es nun ernst nehmen.»

Damit diese Saison nicht mit einem Abstieg gipfelt, fordert der junge Captain nun genau das. «Ich möchte, dass jedem klar ist was es braucht! Ich fordere Ehrgeiz, Disziplin und den Willen, da rauszukommen. In jedem Training und in jedem Spiel!» Von einem Abstieg möchte Anderegg aber nicht sprechen, auch weil es für das Team, den Verein und auch für ihn selbst einer Katastrophe gleichkäme. «Wenn wir in die Abstiegsrunde kommen, werden wir alle unser Bestes geben, damit wir oben bleiben. Ich bin überzeugt, dass wir nicht runter müssen. Auf jeden Fall müssen wir nach der Saison über die Bücher!»

Während den Feiertagen ist der Trainings und Spielbetrieb pausiert. Am 4. Januar steht das nächste Heimspiel gegen den EHC Winterthur an. Es wäre dem GEC zu wünschen, dass es im neuen Jahr erfolgreichere Resultate gibt.

Der Glarner EC wünscht allen besinnliche und frohe Feiertage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ebenfalls bedanken wir uns bei der fantastischen Unterstützung und hoffen, diese auch im neuen Jahr in Anspruch nehmen zu dürfen!

stgallen-2019

Keine Weihnachtsgeschenke für den Glarner EC

Für das letzte Spiel des Jahres, durfte der GEC nach St. Gallen reisen. Der Absteiger aus der 2. Liga rangiert auf dem drittletzten Tabellenrang, hat aber bereits zehn Punkte mehr gesammelt als die Glarner. Um die Abstiegsrunde zu verhindern, wäre ein Drei-Punkte-Sieg fast schon Pflicht. Zudem wollte der GEC, welcher nur zu zwölft antrat, sich mit einem Erfolg ein Weihnachtsgeschenk und einen versöhnlicheres Jahresende bescheren.

Von Fabio Lutz

Im St. Gallerischen Lerchenfeld drückte man sogleich vehement auf das erste Tor der Partie. Man suchte energisch die Zweikämpfe und ging schnell in den Abschluss. In der 7. Spielminute wurde dies sehenswert belohnt. Philipp Hensler brachte seine Farben nach traumhafter Kombination mit Remo Largo und Simon Lutz in Front. Man wollte gleich nachlegen, wurde aber jäh zurückgebunden. In der zehnten Minute gelang es dem EHC St. Gallen mit einem Doppelschlag das Spiel zu Ihren Gunsten zu drehen. Man merkte aber, dass hier etwas zu holen ist. Nachdem ein vermeintliches Tor der Glarner nicht gegeben wurde (wohl auch korrekt), glich Remo Largo in der 20. Minute aus. In die Garderobe ging man dennoch mit einem Rückstand, da 5 Sekunden vor Drittelsende ein weiterer Gegentreffer hingenommen werden musste.

Durchgang zwei begann ebenfalls turbulent. Nach gerade einer Zeigerumdrehung wurde Captain Jeret Anderegg regelwidrig am Torabschluss gehindert. Der daraus resultierende Penalty wurde leider nicht verwertet – dafür baute St. Gallen in der 25. Minute Ihren Vorsprung aus. Die Glarner Antwort lieferte Daniel Moreno, welcher seine Farben kurze Zeit später wieder heranbrachte. Mit dem gleichen Rückstand trat man also den zweiten Gang zum Pausentee an.

Dieser schien gut zu tun. Im letzten Drittel war man etwas gefährlicher als die Hausherren und erarbeitete sich reihenweise gute Chancen. Als wiederrum Daniel Moreno eine Viertelstunde vor Schluss ausglich, war man auf Glarner Seite überzeugt, dieses Spiel zu gewinnen. Man erspielte sich eine Vielzahl an guten Abschlüssen, konnte aber vorerst keine in zählbares ummünzen. In der 49. Spielminute kam dann die sinnbildliche Szene für dieses Spiel: Simon Lutz scheiterte nach einem langen Pass unglücklich am der Torumrandung – praktisch im Gegenzug markierte St. Gallen die erneute Führung. Es war ganz getreu dem Motto: Wer Sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten. Gut acht Minuten vor Schluss zogen die Ostschweizer Hauptstädter mit 6:4 davon. Der Mist war geführt. Zwar rappelte sich der Glarner EC auf und versuchte alles. Mehr als der Anschlusstreffer durch Jeret Anderegg lag allerdings nicht mehr drin. So verlor man dieses eminent wichtige Spiel mit 6:5.

Es ist wieder so eine bittere Pille für die Jungs um Coach Patrick Faoro. Aber dies entspricht diese Saison der Realität. Man kämpft und rackert, betreibt einen grossen Aufwand, um zu Toren zu kommen, kriegt aber im Gegenzug oft zu einfach Gegentore. Die rote Laterne wird also Weihnahten und Silvester im Glarnerland feiern. In den letzten fünf Spielen will man das Unmögliche möglich machen und der drohenden Abstiegsrunde entfliehen. Da sich dies sehr schwierig gestaltet, geht es darum, sich Selbstvertrauen und ein gutes Gefühl zu erarbeiten, welches man bei Eintreffen dieses Falles besitzen sollte. In der Klosterstadt gabs also keine Weihnachtsgeschenke für den GEC. Einzig Daniel Moreno wurde für seine Leistung zum Bestplayer gekürt und mit Schokolade prämiert. Ob diese ihm angesichts der Tabellensituation schmecken wird, steht in den Sternen.

Wir möchten uns bei allen Supportern, Helfern und Leuten rund um den GEC bedanken. Wir wünschen alle besinnliche und frohe Weihnachten, sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr. Eure Unterstützung ist absolute Weltklasse und wir freuen uns, diese auch im 2020 erfahren zu dürfen!


EHC St Gallen : GEC 6:5 (3:2, 1:1, 2:2)
Eissportzentrum Lerchenfeld, St. Gallen – 120 Zuschauer. – SR Kellenberger, Mosberger.

Tore: 7. Hensler 0:1. 9. Nekvinda (Sanz, Griga) 1:1. 9. Schmid (Wirth, Ulbrich) 2:1. 20. Largo 2:2. 20. Griga (Sanz; Ausschluss: D. Mettler) 3:2. 25. B. Wirth (Nekvinda) 4:2. 27. Moreno (Je. Anderegg, Hauser) 4:3. 45. Moreno 4:4. 49. Griga (Wohlgensinger; Ausschluss: D. Mettler) 5:4. 53. Schaffner (A. Wirth, Riederer; Ausschluss: Hensler) 6:4. 59. Je. Anderegg (Moreno, Hauser) 6:5.

Strafen: Glarus 7×2 Minuten, EHC St. Gallen 7×2 Minuten.

Glarus: Bruhin, Lutz Fabio; Müller Dominique, Anderegg Joel; Ciprian, Zimmermann; Mettler Daniel, Anderegg Jeret; Largo, Hauser; Lutz Simon, Hensler; Moreno, Noser.

Bemerkungen: Glarus ohne Rico Blöchliner, Marco Zehnder (alle verletzt), Roberto Mettler, Joel Küttel, Pascal Mächler und Michael Freuler (alle abwesend).


Nächste Spiele 1.Mannschaft Glarner Eislaufclub:
GEC – EHC Winterthur
Sa 4. Januar 2020, 19:45,  GLKB Arena, Glarus

wilen-neunforn-2019

Handball-Resultat gegen Wilen-Neunforn

Der Chronist steht vor einer schwierigen Aufgabe. Da ihm ohnehin nicht als Stärke angesehen wird, sich kurz fassen zu können, muss er nun eben dies versuchen. Ob der zahlreichen Ereignissen im letzten Spiel gegen den EHC Wilen-Neunforn, könnte er wohl mehrere Kapitel eines Buches verfassen. Da die Geschichte allerdings ohne Happy-End ausgeht, fällt es ihm nicht schwer, sich diesem Unterfangen zu stellen.

Von Fabio Lutz

Am Samstag gastierte der Glarner EC in Frauenfeld beim EHC Wilen-Neunforn. Nach Verlustpunkten war dies das Duell des Ersten gegen den Letzten. Obwohl man in der heimischen GLKB-Arena knapp die Oberhand behalten konnte, war man sich ob der individuellen Klasse des Gegners bewusst. Viele ehemalige 1. Liga Spieler zieren die Kaderliste des favorisierten Heimteams. Die Ausgangslage war also aus Glarner Sicht so gemütlich, wie der aktuelle Tabellenrang.

Das Spiel begann auch in die Richtung. Wilen rollte Angriff um Angriff auf das Glarner Gehäuse. In der fünften Minute holte man das erste Mal das Spielgerät aus dem Gästetor. Es ging im gleichen Stil weiter und „Wilä-Nüüfärä“ skorte in regelmässigen Abständen. Auffällig dabei war, dass viele Tore perfekt heraus kombiniert wurden. Offensichtlich ging es dem noch jungen GEC viel zu schnell. Zwischenzeitlich traf Philip Hensler noch zum 5:1 Pausenresultat. Nach 20 Minuten hatte der Glarner-Goalie genug und liess sich auswechseln.

Im zweiten Drittel nahmen die Glarner ihr Herz in die Hand und begannen mutiger und druckvoller zu spielen. Dies konnte man in Tore ummünzen. Jeret Anderegg, Joel Anderegg, erneut Philip Hensler und Fussball-Ikone Dominic Noser (notabene in seinem ersten Spiel in dieser Saison), liessen den GEC immer etwas dabei bleiben. Da man aber den Gegner hinten nie recht in den Griff bekam, zeigte die Anzeige nach vierzig gespielten Minuten 9:5 für das Heimteam an. Der Frust bei unseren Jungs war spürbar. Es wurde auch laut in der Garderobe. Man raufte sich aber wieder zusammen und wollte für den letzten Durchgang noch einmal alles rausholen.

Das letzte Drittel war nicht weniger reich an Toren. Auf der einen Seite zelebrierten die beiden Ligatopscorer der Thurgauer Tor um Tor, doch auch der GEC war noch drei Mal erfolgreich – und das nicht weniger sehenswert. Daniel Moreno, Junior Gilles Kessler und zum dritten Mal Philip Hensler waren erfolgreich. Allerdings musste man sich am Ende im 12. Spiel zum 10. (!!) Mal dem Gegner beugen. Das brutale Schlussverdikt von 13:8 erinnert überspitzt gesagt schon fast eher an ein Handballresultat.

Bandenhobel Joel Anderegg meinte nach dem Spiel: «Es gelang den Glarnern leider nicht, die gegnerische Angriffskavallerie in den Griff zu kriegen. Individuell war der EHC Wilen-Neunforn einfach überlegen.» Positiv zu erwähnen sind die 8 geschossenen Tore, mit welchem man normalerweise einen Match gewinnt. Vor der Weihnachtspause steht noch ein Spiel gegen den EHC St. Gallen an. Wenn die Glarner den drohenden Playouts noch entfliehen wollen müssen in den verbleibenden sechs Spielen einige Punkte her.


EHC Wilen-Neunforn : GEC 13:8 (5:1, 4:4, 4:3)
Kunsteisbahn Frauenfeld – 42 Zuschauer. – SR Arnet, Brunner.

Tore: 6. A. Schoop (M. Schoop, A. Bucher) 1:0. 10. Ph. Bucher (M. Schoop, Hauser) 2:0. 12. M. Schoop (Ph. Bucher, Lieber) 3:0. 16. Hensler (Largo) 3:1. 17. Ph. Bucher (Lieber) 4:1. 20. M. Schoop (Ph. Bucher) 5:1. 26. Je. Anderegg (Müller) 5:2. 27. A. Bucher (A. Schoop) 6:2. 27. Jo. Anderegg (Je. Anderegg) 6:3. 31. M. Schoop (Ph. Bucher) 7:3. 31. M. Schoop (Oberholzer) 8:3. 34. Hensler (Largo) 8:4. 36. Ph. Bucher (M. Schoop) 9:4. 40. Dominic Noser (Je. Anderegg, Müller) 9:5. 44. Ph. Bucher (M. Schoop, Hauser) 10:5. 47. Oberholzer (Wüger) 11:5. 47. Moreno 11:6. 54. A. Schoop (Ausschluss: Hauser, Zimmermann) 12:6. 56. Kessler (Je. Anderegg, Moreno) 12:7. 56. Hensler 12:8. 56. M. Schoop (Ph. Bucher) 13:8.

Strafen: Glarus 5×2 Minuten, EHC Wilen-Neunforn Keine Strafminuten.

Glarus: Lutz Fabio (Bis 20.), Bruhin (Ab 20.); Müller Dominique, Anderegg Joel; Mächler, Zehnder; Ciprian, Anderegg Jeret; Largo, Hauser; Kessler, Lutz Simon; Hensler, Zimmermann; Noser, Moreno.
Bemerkungen: Glarus ohne Daniel Mettler, Joel Küttel (alle verletzt), Roberto Mettler, Blöchlinger, (alle abwesend).


Nächstes Spiel 1. Mannschaft
EHC St. Gallen : Glarner EC
Sa 21. Dezember, 17.30, St. Gallen

crocodile-flyers-2019

Der GEC findet nicht auf die Siegerstrasse

Wenn es so etwas wie Hockeygötter gibt, dann haben sie sich definitiv gegen den Glarner EC verschworen! Der Chronist würde gerne von Sieg und Glorie schreiben. Leider gibt es dies seit seinem Antritt als Berichterstatter nur spärlich (Da er nicht abergläubisch ist, weist er jegliche Schuld von sich). Am vergangenen Wochenende gab es eine resultatmässig klare Heimniederlage gegen die Crocodile Flyers aus Weinfelden.

Von Fabio Lutz

Am Samstag durfte man einmal mehr in der heimischen GLKB-Arena antreten. Zu Gast waren die Crocodile Flyers, welche man im ersten Meisterschaftsspiel in die Knie zwang. Man war optimistisch, dass dieses Spiel den GEC auf die Erfolgsstrasse zurückführen kann. Auch wenn mit Daniel Moreno, Joel Küttel, Daniel Mettler, Moritz Zimmermann, Dominik Noser und Pascal Mächler einige Akteure fehlten, änderte sich daran nichts. Die Gebrüder Luchsinger und Janik Pöpl füllten diese aus verschiedenen Gründen entstandenen Lücken in den Reihen des GEC und durften mit auf Krokodiljagd gehen.

Der Start begann wie so oft mit viel Tempo. In Führung gingen aber die Gäste aus dem Thurgau nach etwas mehr als zwei Minuten. In der Folge konnte man das Spiel ausgeglichener gestalten und seinerseits Chancen verbuchen. Die Abschlüsse waren aber nicht zwingend genug. Und wenn es dann gefährlich wurde wollte die Scheibe überall hin aber nicht ins gegnerische Tor. Deshalb schritt man mit dem knappen 0-1-Rückstand zum ersten Pausentee.

Im zweiten Abschnitt spielte man sehr ansehnlich, hatte durchaus etwas mehr vom Spiel. Dies änderte sich, als die Thurgauer Krokodile auf 0:2 erhöhten. Es war wie ein Stich in einen gefüllten Luftballon. Die Körpersprache war wie auf einen Schlag weg. Die logische Folge war das Time-Out von Coach Patrick Faoro zur Spielmitte, nachdem man gerade mit drei Längen in Rückstand geriet. Es wirkte und die Glarner schienen sich wieder zu fangen. Der verdiente Lohn war der Anschlusstreffer. Jeret Anderegg fand am weiten Pfosten Martin Ciprian, welcher den gegnerischen Torhüter überwinden konnte. Auf der Bank hatte man das Gefühl, dass dieses Tor ein Befreiungsschlag ist. Tatsächlich spielte man weiterhin sehr druckvoll, musste aber ärgerlicherweise 12 Sekunden vor der zweiten Sirene das 1:4 hinnehmen.
Für Drittel Nummer drei nahm man sich wieder einmal vor, zur grossen Aufholjagd zu blasen. Dieses Vorhaben wurde nur anderthalb Minuten später mit dem 5. Gegentreffer gebremst. Die Glarner waren nun bedient. Man merkte zwar, dass man defensiv versuchte konzentriert weiter zu arbeiten. Offensiv kam aber nicht mehr viel. So fielen keine weiteren Tore mehr und man musste sich den Gästen doch deutlich geschlagen geben.

Sturmtank Remo Largo nach dem Spiel: «Auch wenn das Resultat brutal aussieht: Wir haben defensiv besser gearbeitet. Nur Punkte beschert uns das leider nicht. Wir müssen jetzt gemeinsam diesen Kampf annehmen und zusammen funktionieren. Diese Liga schenkt uns dieses Jahr nichts. Die Gegner sind besser als noch letztes Jahr! Ich bin fest überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen können!»
Krokodile wurden an diesem Wochenende also keine erlegt. Es fehlt auf Glarner Seite aber auch das Glück des Tüchtigen. Während man da und dort mit eben dieser Wettkampfsfortune Spiele in erfolgreiche Bahnen lenken könnte, scheint man das Pech gepachtet oder eben die Hockeygötter erzürnt zu haben. Am Samstag konnte man gegen einen guten Gegner defensive Mängel in Zaum halten. Die Scheibe lief aber in den wichtigen Phasen des Spiels nicht für das Heimteam. Man muss die kommenden Tage hart arbeiten um die Adventszeit mit positiven Resultaten besinnlich gestalten zu können.


GEC : EHC Crocodile Flyers 1:5 (0:1, 1:3, 0:1)
GLKB Arena, Glarus – 68 Zuschauer. – SR Leitold, Hagen.

Tore: 3. Christen (Waldvogel) 0:1. 27. Waldvogel (Ambrosetti) 0:2. 31. Huber (Rutishauser, WIdler) 0:3. 33. Ciprian (Je. Anderegg) 1:3. 40. Koller (Waldvogel, Bischoff) 1:4. 42. Bischoff (Ausschluss: Müller) 1:5.

Strafen: Glarus 4×2 Minuten, Crocodile-Flyers 6×2 Minuten + 10 Minuten (Ambrosetti).

Glarus: Bruhin, Lutz Fabio; Müller Dominique, Anderegg Joel; Freuler, Zehnder; Ciprian, Anderegg Jeret; Largo, Hauser; Pöpl, Luchsinger Jan; Luchsinger Nic, Lutz Simon; Hensler.

Bemerkungen: Glarus ohne Daniel Mettler, Joel Küttel (alle verletzt), Roberto Mettler, Dominik Noser, Blöchlinger, Moreno und Pascal Mächler (alle abwesend).


Nächstes Spiel 1. Mannschaft

EHC Wilen-Neunforn : GEC
Sa 7. Dezember, 20:15, Frauenfeld

rheintal_2019

Der Glarner EC findet auch gegen den SC Rheintal nicht aus der Krise

Von Fabio Lutz

Auch die vergangenen zwei Wochenenden gab es für unsere Drittligisten hartes Brot zu essen. Vorletztes Wochenende verlor man gegen Tabellenschlusslicht Frauenfeld knapp 5-4 und liess damit wichtige Punkte liegen. Da der Chronist nicht zugegen war, gab es keinen ausführlichen Bericht dazu.

Grund genug für Trainer Patrick Faoro, sich mit den Spielern in einer ausführlichen Sitzung auszusprechen. Die Inputs des Teams stimmten optimistisch. Ob vom Output selbiges gesagt werden kann, sollte der Match am letzten Samstag zeigen. Derweil wurde die Verletzungsliste wieder länger: Neben Neuzugang Daniel Mettler, welcher sich seit zwei Wochen wieder im Aufbau befindet, fallen mit Joel Küttel und unserem Teamaargauer Philip Hensler auch die beiden weiteren neuen „Glarner“ aus. In der Lage, in welcher sich der GEC aktuell befindet, ist es natürlich ein harter Rückschlag. Da haben die medizinischen Tests im Sommer versagt! Mit Hilfe von vier Junioren (Tim Büttiker gab nach langer Verletzungspause seine Saisonpremiere in der 3. Liga) und Oberst im Generalstab Moritz Zimmermann, welcher Urlaub von seinem Dienst hat, konnte man mit drei kompletten Linien antreten.

Der GEC startete wieder mit sehr viel Power und konnte sogleich etwas Überhand gewinnen. Die Abschlüsse waren vorerst nicht von Erfolg gekrönt. Der Gast aus Widnau fand seinerseits immer besser ins Spiel und kam seinerseits ebenfalls zu guten Möglihkeiten. In der 15. Minute lancierte Jeret Anderegg sehenswert seinen Cousin Joel Anderegg, welcher mit seinem ersten Saisontor abschloss und die GLKB-Arena zum Zittern brachte. Gleich im Anschluss fasste man jedoch zwei Strafen, welches der Gast aus St. Gallen maximal ausnützte und somit mit einer 1-2-Führung in die erste Pause ging. Vom Glarner Spiel, konnte man aber optimistisch nach vorne schauen, hatte man doch ansehnlich agiert.

Der Start ins zweite Drittel gehörte den Gelb-Blauen von der Grenze nahe Österreich. Dieser Druckphase konnten unsere Jungs Stand halten. Mehr noch: Jungspund Tim Büttiker spielte einen magistralen Pass übers ganze Feld auf „Oldie“ Dominik Hauser, welcher routiniert zum Ausgleich abschloss. Der GEC hatte jetzt wieder mehr vom Spiel, offenbarte aber gleichzeitig defensive Mängel. Immer wieder gingen hinten Widnauer vergessen. Mit drei schnellen und eher einfach erzielten Toren zogen die Gäste auf 2:5 davon. Ein Torhüterwechsel brachte wieder etwas Stabilität in die Glarner Reihen, obschon dem startenden GEC-Keeper nicht viel vorgeworfen werden konnte. Dieser liess seinen Frust seinem Goalieequipment aus, welches aber wohl noch weniger dafür konnte. Mit 2-5 ging es in Durchgang drei.

Einmal mehr stand man einer Herkules-Aufgabe gegenüber. Einmal mehr kämpfte man heroisch und kam dank Moritz Zimmermann und Daniel Moreno auf 4-5 heran. Aber auch einmal mehr verpasste man den Ausgleich knapp, um im direkten Gegenzug einmal mehr das entscheidende 4-6 zu erhalten. Das 4-7 ins leere Tor war dann nur noch Resultatkosmetik.

Täglich grüsst also das Murmeltier. Man präsentiert sich Spiel für Spiel auf Augenhöhe. Doch die Art und Weise, wie man die Spiele verliert ähnelt sich frappant. Man muss nun die Baustellen auf dem Feld beheben und endlich auf die Siegerstrasse einzubiegen. Nach Verlustpunkten steht man nun auf dem alarmierenden letzten Tabellenrang und die Uhr zeigt fünf vor zwölf!

Martin Ciprian, seines Zeichens Verteidigerturm, fand nach der Partie klare Worte, blieb aber dennoch optimistisch: „Wir müssen endlich einsehen, dass wir hinten zu viele Tore kassieren und etwas unternehmen müssen, dies zu ändern. Wenn wir pro Match 4-5 Tore schiessen, muss es möglich sein, Spiele zu gewinnen. Das fängt aber hinten an. Wir wissen, dass wir das können und glauben an uns! Aber es braucht von jedem noch mehr Disziplin.“


GEC : SC Rheintal 4:7 (1:2, 1:3, 2:2)
GLKB Arena, Glarus – 97 Zuschauer. – SR Staub, Baumann.

Tore: 15. Jo. Anderegg (Je. Anderegg) 1:0. 17. Liechti (Bürki, Schlegel; Ausschluss: Zehnder, Hauser!) 1:1. 17. Holenstein (Schlegel, Bürki; Ausschluss: Hauser) 1:2. 25. Hauser (Büttiker, Ciprian) 2:2. 27. Holenstein (Schlegel) 2:3. 30. Holenstein (Liechti) 2:4. 31. Moser (Schawalder) 2:5. 49. Zimmermann 3:5. 53. Moreno (D. Müller) 4:5. 55. Moser (Liechti, Pilgram) 4:6. 60. Schlegel (Liechti; Glarus ohne Torhüter) 4:7.

Strafen: Glarus 4×2 Minuten, Rheintal 3×2 Minuten + 10 Minuten (Breu).

Glarus: Lutz Fabio (bis 31.), Blöchlinger; Müller Dominique, Anderegg Joel; Müller Nino, Freuler; Zehnder, Ciprian; Anderegg Jeret, Largo; Hauser, Moreno; Zimmermann, Luchsinger Jan; Luchsinger Nic, Büttiker; Lutz Simon.
Bemerkungen: Glarus ohne Daniel Mettler, Joel Küttel, Philip Hensler (alle verletzt), Roberto Mettler, Dominik Noser, Peter Bruhin und Pascal Mächler (alle abwesend).


Nächste Spiele 1.Mannschaft Glarner Eislaufclub:
Sa 30. November 2019, 19:45, Glarner EC : EHC Crocodile Flyers / GLKB ARENA

 

cup-wetzikon-2019

Dem GEC wurden trotz Kampf und Elan die Grenzen aufgezeigt

Am vergangenen Sonntag war für den Glarner Eislaufclub ein besonderes. Nach zwei überstandenen Cup-Runden, bekam man es in der dritten Runde mit dem EHC Wetzikon zu tun, welcher zwei Ligen höher agiert.

Von Fabio Lutz

Die Zürcher Oberländer gelten in der ersten Liga als Topteam und waren daher für die Glarner ein Traumlos. Trainer Patrick Faoro vor dem Spiel: «Solche Spiele maschen den Cup aus. Die Gegner werden in jeder Runde besser und man kommt so als Drittligist in den Genuss sich mit Spitzenteams aus oberen Ligen zu messen. Meine Jungs müssen heute 60 Minuten auf dem Eis geniessen und diese Atmosphäre aufsaugen!»

Die GLKB-Arena war sehr gut gefüllt. Nebst den treuen Glarner Supportern kamen viele Wetzikon-Fans – ungefähr 30 davon mit Trommeln und gut geübten Stimmbändern. Die Gäste sorgten für laute Stimmung, welche wohl noch auf dem Vorderglärnisch zu hören war. Die Glarner liessen sich davon anstecken und wollten dem Gast ein unangenehmer Gegner sein. Etwas übermotiviert kassierte man bereits nach 28 Sekunden eine Strafe. Die Wetziker zeigten gleich, dass man sie nicht zweimal bitten muss und gingen bereits nach knapp zwei Minuten in Führung. Die Hausherren liefen und kämpften, allerdings war der Unterschied von zwei Ligen jederzeit sichtbar. So stellten die Favoriten in regelmässigen Abständen vor der ersten Sirene auf 0:4.

Die Jungs von Coach Faoro wollten in Drittel zwei weiterkämpfen und den Zürchern auf die Pelle rücken. Man kassierte aber gleich zu Beginn das wunderschön heraus gespielte 0:5. Der GEC liess aber nicht locker und konnte in der 25. Minute tatsächlich selbst jubeln. Auf Pass von Pascal Mächler und Daniel Moreno erwischte Jeret Anderegg den gegnerischen Torhüter zum viel umjubelten Ehrentreffer. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr merkte man aber, wie den Hausherren die Puste auszugehen drohte. Da der EHC Wetzikon weiterhin regelmässig die Scheibe im GEC-Gehäuse unterbrachte, stand es nach 40 Minuten 1:9.

Im dritten Drittel versuchte man, seine Torausbeute etwas aufzupolieren. Allerdings konnte man einige gute Möglichkeiten nicht in Tore ummünzen. Der EHC Wetzikon nahm derweil den Fuss nicht vom Gaspedal und spielte bis am Schluss ein sehr gutes und abgeklärtes Spiel. Sechs weitere Tore kamen noch dazu und man verlor am Ende mit 1:15.

Eine Nummer zu Gross: Der EHC Wetzikon feiert in Glarus eine deutlichen Sieg.
Eine Nummer zu Gross: Der EHC Wetzikon feiert in Glarus einen deutlichen Sieg.

Auch wenn sich das Resultat brutal und hoch liest, die Glarner zeigten eine sehr engagierte Leistung. Man stellte sich mit 13 Feldspielern einem überlegenen Erstligisten, welcher keine Spieler schonte und komplett antrat. Mit etwas mehr Wettkampfglück hätte man das eine oder andere Tor verhindern können. Für unsere Spieler war es ein absolutes Highlight, nur schon wegen der Atemberaubenden Kulisse auf den Tribünen. Das man zum Abschluss sogar von den Gästefans gefeiert wurde, unterstrich, dass die Darbietung der Glarner zu gefallen wusste. Für den Glarner EC geht es nächste Woche auswärts weiter gegen den EHC Frauenfeld. Mit einer solchen Leistung sollten Punkte im Bereich des Möglichen liegen.

Herzlichen Dank an alle treuen Fans, den extra angereisten Gäste-Fans und den EHC Wetzikon für eine unvergessliche CUP-Partie.


GEC : EHC Wetzikon 1:15 (0:4, 1:5, 0:6)
GLKB Arena, Glarus – 204 Zuschauer. – SR Knecht, Bopp, Eichenberger.

Tore: 2. Thöny (Nino Marzen, Buchmüller; Ausschluss: Moreno) 0:1. 7. Thöny (Nino Marzan, Brandi; Ausschluss: Je. Anderegg) 0:2. 9. Laimbacher (Brotzge) 0:3. 16. Laimbacher(Szabó) 0:4. 21. Laimbacher (Vesely) 0:5. 25. Je. Anderegg (Moreno, Mächler) 1:5. 25. Laimbacher (Luchsinger, Szabó) 1:6. 27. Meier (Vesely, Luchsinger) 1:7. 37. Vesely (Meier, Nicolas Marzan) 1:8. 40. Brandi (Buchmüller, Nino Marzan; Ausschluss: Jo. Anderegg) 1:9. 44. Beer (Schneider, Szabó) 1:10. 45. Buchmüller 1:11. 48. Reinmann (Brandi, Thöny) 1:12. 53. Thöny (Wittwer, Reinmann) 1:13. 57. Eggimann 1:14. 60. Eggimann (Szabó, Beer) 1:15.

Strafen: Glarus 6×2 Minuten, Wetzikon 2×2 Minuten.

Glarus: Lutz Fabio (bis 32.), Bruhin (ab 32.); Ciprian, Anderegg Joel; Zehnder, Freuler;Mächler, Hensler; Largo, Pöpl; Anderegg Jeret, Hauser; Moreno, Petrusic; Lutz Simon.

EHC Wetzikon: Johnson, Neuenschwander; Brotzge, Marzan Nicolas; Luchsinger, Schneider; Schaub, Wittwer; Brandi, Marzan Nino; Eggimann, Laimbacher; Reinmann, Mathis; Meier, Szabó; Thöny, Buchmüller; Vesely, Beer.

Bemerkungen: Glarus ohne Daniel Mettler, Joel Küttel, Dominique Müller (verletzt), Roberto Mettler, Dominik Noser, Blöchlinger (alle abwesend), und Moritz Zimmermann (Militär).

gec-flims-2019

Bitteres Wochenende für die 3. Liga-Hockeyaner 

Vergangenes Wochenende war für der GEC nicht nur eine Doppelrunde angesagt, sondern auch noch der Event «GEC on Ice» und der gesamtschweizerische «Swiss Hockeyday». Während die beiden Anlässe als Erfolge verbucht werden konnten, kann man gleiches von der Punkteausbeute leider nicht behaupten.

Von Fabio Lutz

Am Samstag war der GEC im Buchholz den ganzen Tag Programm. Es wurden von früh bis spät Eiskunstvorführungen, Skateathon und verschiedene Spiele durchgeführt, was eine grosse Anzahl Schaulustiger anzog. Als Schlusspunkt war das 3. Liga-Spiel der ersten Mannschaft an der Reihe. Der Gegner war der viertplatzierte SC Herisau. Das Glarner Fanionteam wollte den zahlreichen Zuschauern etwas bieten und war bis in die Haarspitzen motiviert.

Der Start war verheissungsvoll, startete man doch druckvoll, liess dem Gegner kaum Zeit und gestand ihm nur wenig Räume zu. Nach etwas mehr als einer Minute zappelte der Puck ein erstes Mal im Netz der Gäste: Remo Largo traf mit einem herrlich platzierten Hocheckschuss zur frühen Führung. Es ging im gleichen Stil weiter, selbst eine Strafe konnte den GEC nicht stoppen. Das Tempo und die Intensität waren hoch. In der 14. Minute wurde Daniel Moreno mustergültig von Martin Ciprian bedient, welcher sich nicht zweimal bitten liess und zum 2-0 vollendete. Nun kamen die Gäste öfter gefährlich vor das Glarner Tor. Dank vereinten Kräften brachte man den Spielstand aber in die Pause. Ob der Kräfteverhältnissen, hätte es auch das eine oder andere Tor mehr sein können. Man könnte sagen, das dies eines der besten Drittel, der bisherigen Saison gewesen ist.

In Durchgang zwei starteten die Hausherren in Unterzahl. Der SC Herisau nutzte dies nach nur 22 Sekunden bereits aus. Mit einem platzierten Weitschuss kamen sie in diese Partie zurück. Doch unsere Hockeycracks drückten sogleich wieder aufs Gaspedal. Zwei Zeigerumdrehungen später sorgte Jeret Anderegg dafür, dass der GEC wieder zwei Längen voraus war. Es war eine sehenswerte Passstafette des ersten glarner Blocks. Nach etwas mehr als der halben Spielzeit, drückte man aber mit vielen Strafen vehement selber auf die Bremse. Bis Drittelende war man mehrheitlich mit Verteidigungsarbeit beschäftigt. Sämtliche Schüsse konnten aber entschärft werden, sodass man mit 3-1 und Zuversicht in das letzte Drittel steigen konnte.

Man lag also noch zwanzig Minuten von dem ersten Vollerfolg dieser Saison entfernt. Zunächst sah es auch nicht danach, als würde den Glarnern dieses Spiel aus dem Ruder laufen. Man hatte zwar etwas abgebaut im Gegensatz zum ersten Drittel, allerdings hielt man sich vorerst schadlos. Als Herisau in der 50. Minute in Unterzahl dennoch den Anschluss schaffte, drehte das Spiel etwas. Dies hing auch damit zusammen, dass man seitens Glarner EC erneute einige, teils unnötige Strafen nahm. Eine jener Strafen nutzten die Gäste aus dem Appenzell sogleich aus. Das Spiel begann also nach 52 gespielten Minuten wieder von vorne. Es war dies der Startschuss in ein wahres Wechselbad der Gefühle. Nach einer postwendenden Führung durch Daniel Moreno, kassierte man noch postwendender das 4-4, welches gleichzeitig das Resultat nach 60 gespielten Minuten darstellte.

In der Verlängerung merkte man, dass dem GEC langsam die Kräfte ausgingen. Man war nicht mehr so unwiderstehlich wie anfangs dieser Partie. Man konnte aber diese Verlängerung überstehen und so musste das Penalty-Schiessen über den Zusatzpunkt entscheiden. Hier behielten die Gäste des SC Herisau das bessere Ende für sich und entführten so den Sieg aus dem Glarnerland. Und dies, obwohl der GEC heute überzeugte und sich den Sieg definitiv verdient hätte und durchaus zu überzeugen wusste.

Keine Revanche gegen Flims

Lange Trübsal blasen konnten sich die Männer von Coach Patrick Faoro nicht leisten. Tags darauf am Sonntag kam mit dem EHC Flims erneut ein Team aus der vorderen Tabellenhälfte in die GLKB-Arena. Den ersten Vergleich zum Saisonbeginn verlor man auswärts klar mit 7-3. Allerdings war dies unter anderem daran geschuldet, dass man mit nur 10 Feldspielern antreten konnte. Da man sich am Sonntag mit drei kompletten Blöcken den Flimsern präsentierte, war man zuversichtlich sich für die Auswärtsschlappe revanchieren zu können.

Wieder einmal gelang den Männern aus dem «Schlitz» ein Blitzstart. 52 Sekunden waren gespielt, als Remo Largo mit seinem Pass Simon Lutz fand, welcher direkt verwertete. Die Euphorie war gross, wurde aber kurze Zeit später getrübt. Bis zur zwölften Minute spielte nur noch der EHC Flims und drehte das Spiel auf 1-4. Es passte nicht viel zusammen beim Heimteam. Jedoch konnte man den Spielstand zur ersten Pause dabei halten. Es war klar, dass von GEC viel mehr kommen muss, will man dies mit der Revanche Realität werden lassen.

Man war aber auch in Drittel zwei nicht auf der Höhe. Es war nicht so, dass man nicht bemüht war. Aber irgendwie war der Drive und die Einfachheit vom Vortag wie weggeblasen. Die Bünder zogen bis zur 35. Minute auf 1-6 davon. Nicht zu beneiden war Torhüter Peter Bruhin, welcher bei allen Toren machtlos war. Ob dies Ablenker oder schön herausgespielte Treffer waren, sie trafen jedes Mal ins Glarner Herz. Wenigstens gelang noch das 2-6 durch Daniel Moreno, welches gleichzeitig das Resultat zur zweiten Sirene darstellte.

Die Devise für das letzte Drittel war klar: Kämpfen bis zum Umfallen und versuchen irgendwie in dieses Spiel zurückzukommen. Man schaffte es zwar etwas mehr das Spiel zu kontrollieren, doch die Gäste blieben stets gefährlicher. Als Dominik Hauser, seines Zeichens GEC-Urgestein, in der 46. Minute den dritten Glarner Treffer erzielte, kehrte der Mut und die Hoffnung zurück. Man bündelte noch einmal alle Kräfte und bliess zum Angriff. Was man aber den Jungs vom Buchholz ganz klar ankreiden musste ist, dass man sich zum wiederholten Male mit Strafen den Wind selber aus den Segeln nahm. Mit einer 5-Minute Teamstrafe spielte man bis zum Spielende in Unterzahl. Da man sich nun sehr in der Offensive abmühte, konterte der Gast aus den Bündner Bergen noch zweimal erfolgreich. Das klare Schlussverdikt lautete so 3-8 zuungunsten des Glarner Eislaufclubs.

Das Wochenende war resultatmässig ungenügend für das 3. Liga-Team. Für das starke Spiel am Samstag hätte man sich drei Punkte verdient. Am Sonntag war man dem EHC Flims über das ganze Spiel klar unterlegen. Allerdings muss man nach vorne schauen und das Positive mit in die Trainings nehmen. Man hat nun zwei Wochen Zeit, um sich für das nächste Meisterschaftsspiel vorzubereiten. Am 17. November gastiert man in Frauenfeld, wo es zum Duell mit dem jetzigen Tabellenschlusslicht kommt. Dieses Spiel ist für den GEC in der gegenwärtigen Situation äusserst wichtig, um sich von den unteren Plätzen etwas distanzieren und sich langsam an vorderen Gefilden der Tabelle annähern zu können. Wenn man dieses Wochenende in der GLKB-Arena war weiss man, dass diese Mannschaft dazu in der Lage ist.


GEC : SC Herisau 4:5 n.P. (2:0, 1:1, 1:3, 0:1)
GLKB Arena, Glarus – 138 Zuschauer. – SR Rentsch, Frautschi.

Tore: 2. Largo (S. Lutz) 1:0. 14. Moreno (Ciprian) 2:0. 21. Bohlhalder (Diener, Aerni; Ausschluss Müller) 2:1. 23. Je. Anderegg (Küttel, Moreno) 3:1. 50. Diener (Ausschluss: Mettler!) 3:2.
52. Rogenmoser (Ausschluss: Hauser) 3:3. 55. Moreno (Ausschluss: Freuler; Diener) 4:3. 55. Diener (Hohl, Schnelli) 4:4.
Penaltyschiessen: Moreno 0:0, Popp 0:0, Dominik Hauser 0:0, Thomas Hauser 0:0, Ciprian 0:0, Aerni 0:1, Jeret Anderegg 1:1, Diener 1:2, Largo 1:2. Endresultat 4:5 n.P.

Strafen: Glarus 11×2 Minuten + 10 Minuten (Freuler), Herisau 6×2 Minuten.

Glarus: Lutz Fabio, Blöchlinger; Zehnder, Anderegg Joel; Müller Dominique, Freuler; Mächler, Hensler; Largo, Küttel; Anderegg Jeret, Hauser; Moreno, Müller Nino; Luchsinger Jan, Kessler; Ciprian, Lutz Simon.

SC Herisau: Binggeli, Mischler; Bleiker, Schuchter; Diener, Zweifel; Bohlhalder, Hohl; Aerni, Hauser; Rogenmoser, Schnelli; Dörig, Baumer; Popp, Widmer.
Bemerkungen: Glarus ohne Daniel Mettler (verletzt), Roberto Mettler, Nicolas Noser, Peter Bruhin (alle abwesend), und Moritz Zimmermann (Militär).


GEC : EHC Flims 3:8 (1:4, 1:2, 1:2)
GLKB Arena, Glarus – 106 Zuschauer. – SR Romerio, Wolf.

Tore: 1. S. Lutz (Largo) 1:0. 2. Seiler (Ueltschi) 1:1. 4. Thöny (Bruderer) 1:2. 9. Thöny (Seiler, Staub) 1:3. 12. Thöny (Beer, Cavegn) 1:4. 22. Bruderer (Thöny, Cavegn) 1:5. 35. Thöny (Seiler; Ausschluss: Hensler) 1:6. 36. Moreno 2:6. 46. Hauser (Moreno) 3:6. 59. Thöny (Staub, Bruderer) 3:7. 60. Frigg (Lang) 3:8.

Strafen: Glarus 2×2 Minuten + 5 Minuten und Spieldauerdisziplinarstrafe (Faoro), Flims 3×2 Minuten.

Glarus: Bruhin, Lutz Fabio; Zehnder, Anderegg Joel; Müller Nino, Freuler; Ragnolini, Hensler; Largo, Küttel; Anderegg Jeret, Hauser; Moreno, Luchsinger Jan; Kessler, Ciprian; Lutz Simon.

EHC Flims: Kindschi, Seiler; Reidt, Frigg; Emini, Ueltschi; Bruderer, Cevegn; Thöny, Staub; Hitz, Beer; Lang.
Bemerkungen: Glarus ohne Daniel Mettler, Dominique Müller (alle verletzt), Roberto Mettler, Nicolas Noser, Rico Blöchlinger, Pascal Mächler (alle abwesend), und Moritz Zimmermann (Militär).


Nächste Spiele:
Glarner EC : EHC Wetzikon (1. Liga) 3. Runde Cup
So. 10. November, 19.45 Uhr, GLKB Arena

EHC Frauenfeld : Glarner EC
So. 17. November, 17.00 Uhr,  KEB Frauenfeld


CUP-Highlight im Glarnerland

Nachdem deutlichen Sieg über de EHC Seewen vorletztes Wochenende, qualifizierte sich der GEC für die 3. Vorqualifikationsrunde des Schweizer Cup. Der ausgeloste Gegner ist der EHC Wetzikon aus der 1. Liga Ost – Für unser 3.Liga-Team ein absolutes Traumlos.

Es gibt also das Duell David gegen Goliath in der heimischen GLKB-Arena. Für viele Spieler unseres Fanionteams stellt diese Herausforderung ein Highlight der Saison, ja sogar der bisherigen Spielerlaufbahn dar. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung und eine gefüllte Halle, damit wir dem klaren Favoriten mit breiter Brust entgegentreten können.