Kategorie-Archiv: 1. Mannschaft

Beiträge zur 1. Mannschaft

Dem GEC misslingt die Heimpremiere in der GLKB Arena

Von Dominik Hauser

Pünktlich zur Eröffnung der neuen Heimstätte konnte die 1.Mannschaft des Glarner Eislaufclubs sein erstes Spiel vor eigenem Publikum in der Glarner Kantonalbank-Arena austragen. Nachdem der Meisterschaftsstart mit den vier Auswärtsniederlagen in Serie gründlich misslungen war, sollte das Heimspiel die Wende zum Besseren einläuten. Zu Gast kam jedoch niemand geringeres als der aktuelle Leader der 3.Liga Küssnacht am Rigi I. In den Testspielen im Herbst konnte dieser Gegner bereits einmal bezwungen werden. Zudem stimmte der grosse Supporteraufmarsch und die Rückkehr des langjährigen 1.Liga-Spielers Marc Elsener zurück zu seinem Ausbildungsclub das eigene Lager positiv.

Dem neutralen Beobachter musste es zu Beginn ziemlich schwer gefallen sein zu eruieren, welche der beiden Mannschaften der derzeitige Klassenprimus, resp. das Sorgenkind der Liga ist. Der GEC zeigte mit generösem Einsatz von Anfang an, dass er gewillt war, das sehr hohe Tempo der Innerschweizer mitzugehen. Im Nachgang darf dabei vom wahrscheinlich besten Drittel der bisherigen Saison gesprochen werden. Gekrönt wurde die starke Performance durch den 1:0 Führungstreffer durch Elsener auf Vorarbeit von Waldvogel und Weyermann. Leider konnte der Vorsprung nicht bis in den Pausentee gehalten werden. Nideröst traf zum zu diesen Zeitpunkt nicht unverdienten, aber eher glücklich zustande gekommenen Ausgleich.

Die Ansprache des Küssnachter Trainers während des ersten Unterbruchs musste dem Anschein nach ziemlich gesalzen gewesen sein, denn seine Spieler schalteten in den zweiten 20 Minuten nochmals einen Gang höher. Mit aggressivem Pressing und konsequentem Nord-Süd-Spiel setzte insbesondere die Sturmreihe um Nideröst die Glarner gehörig unter Druck. Glarus hatte vermehrt Mühe, überhaupt aus der eigenen Verteidigungszone zu kommen. Dazu kamen teilweise etwas überhastete Abschlüsse und drei unnötige Strafen. Die Rigistätter zeigten in diesem Abschnitt warum sie derzeit die Tabelle souverän anführen. Zwischen der 23. und 35. Minute schenkten sie dem Gastgeber gleich vier Tore ein. Danach beschränkten sich Küssnacht auf das Verwalten des 5:1 aus ihrer Sicht bis zur Pause.

GEC-Trainer Faoro appellierte im zweiten Unterbruch nochmals an die Tugenden, welche seine Mannen im ersten Drittel so erfolgreich an den Tag gelegt haben. Insbesondere sollten die Aktionen wieder mit mehr Selbstvertrauen angegangen werden, ganz nach dem Motto: „Nichts mehr zu verlieren, vielleicht aber noch einiges zu gewinnen“. Dies nahmen sich die Glarner nochmals zu Herzen und versuchten mehrmals etwas zu kreieren. Der KSC Küssnacht liess sich darob jedoch nicht mehr wirklich aus der Ruhe bringen und so liefen die Minuten auf der Matchuhr in der neuen Eishockeyarena am Fusse des Glärnisch hinunter, eine Wende immer unwahrscheinlicher werdend. Kurz vor Schluss konterte Küssnacht den angreifenden Glarner EC nochmals zweimal aus und stellte zum Endresultat von 1:7 aus einheimischer Sicht. Der Sieg der Gäste fiel verdient, aber vielleicht um ein paar Tore zu hoch aus. Der GEC verkaufte seine Haut so teuer wie möglich, das zweite Drittel ausgenommen und hätte mit etwas mehr Fortune auch einen Punkt zuhause behalten können. Dies zeigte sich auch in der Schussstatistik. Am Ende notierten die Chronisten rund 50 Schüsse auf beiden Seiten.

Das Fanionteam des Glarner Eislaufclubs hat nun zwei Wochen spielfrei und somit Zeit, mit harter Arbeit in den Trainings die Grundlagen zu schaffen, endlich die ersten Punkte und somit den Anschluss an den ominösen Strich herzustellen.


Glarner EC : KSC Küssnacht am Rigi I 1:7 (1:1, 0:4, 0:2)
GLKB Arena Buchholz, Glarus. – 88 Zuschauer. – SR Hagen, Leitold.

Tore: 8. Elsener (Waldvogel, Weyermann) 1:0. 15. Nideröst (Sarnovsky, Schädler) 1:1. 23. Aregger (Müller) 1:2. 24. Nideröst (Sarnovsky) 1:3. 33. Grüter (Müller, Stehli) 1:4. 35. Sarnovsky (Nideröst; Ausschluss Stüssi) 1:5. 53. Siegenthaler (Stehli, Steiger) 1:6. 54. Müller (Stehli) 1:7.

Strafen: Glarus 5×2 Minuten, Küssnacht 6×2 Minuten.
Glarus: Bruhin; Stüssi, Weyermann; Müller Dominique, Bühler; Pöpl; Largo, Ciprian, Zimmermann; Elsener, Waldvogel, Freuler; Anderegg, Hauser, Noser; Lutz Fabio.

Küssnacht am Rigi: Rhyner; Baggenstos, Holdener; Flury, Immonen; Bühler, Pfyffer; Schädler, Sarnovsky, Nideröst; Müller, Stehli Y., Grüter; Stehli L., Steiger, Siegenthaler; Aregger.

Bemerkungen: Glarus ohne Mettler (abwesend), Lutz Simon, Zehnder, Schönfelder (alle verletzt).

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Wertvolles Trainermeeting absolviert

Am Samstag 28. Oktober wurde zum Start der Eistrainings wiederum ein Trainermeeting absolviert. Ziel dieser Meetings ist es jeweils den Ausbildungsinhalt der verschiedenen Nachwuchsstufen abzugleichen und sicherzustellen, dass die Techniken von den Bambini bis zu den Junioren aufbauend gleich vermittelt werden.

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Dieses Jahr wurde die „neue“ Schusstechnik schwergewichtig thematisiert und dafür konnte Lele Celio, Skills Coach des SIHF, gewonnen werden. Während drei Stunden brachte Lele den Trainern des Glarner EC in Theorie und Praxis auf sehr sympathische Art die Keypoints der Schusstechnik „aus dem Flex des Stockes“ näher. Ebenfalls konnten wir den Ausbildungschef der SCRJ Lakers, Richi Novak, als unseren Gast in der GLKB Arena begrüssen.

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Die Trainer werden die nun gewonnen Erkenntnisse laufend in die Trainings einfliessen lassen und den GEC somit noch treffsicherer machen!

Der GEC gibt sich, hat und macht Mühe

Von Dominik Hauser

Nach den beiden Klatschen zu Beginn der Meisterschaft, sollte nun gegen den Akademischen EC aus Zürich endlich der erste Punkt geholt werden. Durch die bereits zu Saisonbeginn dünne Personaldecke der 1.Mannschaft des Glarner EC kamen die beiden Junioren Luchsinger und Pöpl zu ihren ersten Einsätzen bei den „Grossen“. Dazu kam mit Beglinger ein weiterer Debütant. Alle machten ihre Sache gut bis sehr gut.

Dass Namen nichts weiter als Schall und Rauch sein können, bewiesen die Zürcher schon zu Beginn. Ganz untreu zu ihrem Namen spielten sie weder theoretisches, schönes und kultiviertes, sondern einfaches, praktisches und hartes Eishockey. Die Gäste aus dem Glarnerland liessen sich darob anfangs etwas einschüchtern, passten sich mit Fortdauer des ersten Drittels aber immer besser an. Dass der spielerisch ausgeglichene erste Abschnitt sich nicht auch auf der Matchuhr wiederspiegelte (0:1 aus Glarner Sicht), lag einzig an der mangelnden Chancenauswertung.

Im Mittelabschnitt bekam die Spielweise der Alumnis dem GEC jedoch in dreierlei Hinsichten überhaupt nicht mehr: Erstens liessen sich die Spieler um Trainer Faoro vermehrt durch die harten Körperchargen und Nicklichkeiten provozieren, was zu Unkonzentriertheiten und regem Besuch der Strafbank führte. Zweitens fielen die Leistungsträger Zehnder und Zimmermann nach Checks verletzt aus und drittens resultierten aus den ersten beiden Punkten ein resultatmässiges schlechtes Mitteldrittel (0:3).

Es ist dem verbliebenen Rumpfteam des Glarner EC jedoch hoch anzurechnen, dass es sich in den letzten 20 Minuten nochmals auf seine defensive Spielweise besinnen und das Spielgeschehen wieder ausgeglichen gestalten konnte. Wären die Stürmer gleich erfolgreich in ihren Aktionen gewesen wie Torhüter Bruhin zuhinterst, hätte es nochmals spannend werden können. Der Puck wollte jedoch nicht so recht für die Glarner Hockeycracks springen. Mehr als der Ehrentreffer durch Anderegg schaute so nicht mehr heraus. Das Endresultat von 1:5 entspricht sicherlich nicht den Erwartungen, die Einstellung aber lässt Grund zur Hoffnung. So äussert sich denn auch das Fazit von Bandengeneral Patrick Faoro: Das immer noch leere Punktekonto und die leider erneut verlängerte Verletztenliste schmerzten natürlich, gelte es aber anzunehmen und als Teil des Geschäfts zu akzeptieren. Auf den augenscheinlichen Fortschritten im mentalen, sowie auch leistungsmässigen Bereich könne dagegen aufgebaut werden, insbesondere wenn ab nächster oder übernächster Woche in der nigelnagelneuen GLKB-Arena mit dem regelmässigen und nicht mehr durch das Wetter beeinträchtigte Eistraining begonnen werden kann.


Glarner EC : Akademischer EC Zürich 1:5 (0:1, 0:3, 1:1)
Kunsteisbahn Heuried, Zürich. – 25 Zuschauer. – SR Wicki, Isler.

Tore: 10. Egger (Bechtold) 0:1. 21. Toivakainen (Pfändler) 0:2. 32. Pfändler (Schmid, Michel; Ausschluss Müller, Weyermann) 0:3. 36. Decurtins 0:4. 52 Egger (Thut, Düring; Ausschluss Luchsinger) 0:5. 58. Anderegg 1:5.

Strafen: Glarus 9×2 Minuten plus 10 Minuten (Müller), Akademiker 10×2 Minuten.

Glarus: Bruhin; Zehnder, Weyermann; Müller, Mettler; Beglinger, Ciprian, Zimmermann; Anderegg, Hauser, Stüssi; Pöpl, Luchsinger; Lutz Fabio.

Akademischer EC: Streili; Thut, Zoelly; Pfändler, Bechtold; Mayer; Orsinger, Decurtins, Kurer; Schmid, Toivakainen, Nef, Egger, Micher, Düring.

Bemerkungen: Glarus ohne Schönfelder, Lutz Simon (verletzt), Bühler (krank), Noser, Wunderlin, Freuler (alle abwesend), Zehnder und Zimmermann verletzt ausgeschieden. Meisterschaftsdebut von Beglinger, Pöpl, Luchsinger.

Glarner EC wird zum Saisonstart kalt geduscht

Von Dominik Hauser

Neue Saison, neues Glück! Nach dem Abschluss der mässig erfolgreichen letzten Spielzeit für die 1. Mannschaft des Glarner Eislauf Clubs fand ein mittelgrosser Umbruch innerhalb des Teams statt. Der bisherige Headcoach Christian Zimmermann übernimmt neu die Junioren des GEC und der bisherige Stammspieler (und vormalige Spielertrainer) Patrick Faoro steht nun an der Bande des Fanionteams. Zudem verabschiedete sich die in der Vorsaison produktivste Sturmlinie in Globo durch Rücktritt (Jeremias Müller), resp. Transfers (Simon Müller und Ramon Streiff). Im Gegenzug konnten auf den Winter 2017/18 auch ein paar neue Spieler willkommen geheissen werden. Nichtsdestotrotz ist die Personaldecke nicht sehr dick und allzu viele Verletzungen mag es wohl nicht leiden, möchte man nicht schon wieder um den Abstieg spielen müssen. Die guten und teilweise ziemlich intensiven Sommertrainings, gepaart mit einem spürbar intakten Mannschaftsgeist lassen jedoch Gutes erhoffen. Dies bestätigten denn auch die mehrheitlich positiv verlaufenen Vorbereitungsspiele.

Der erste Ernstkampf versprach bereits ein echter Gradmesser zu sein. Mit den Rapperswil-Jona Lakers II stand der Absteiger aus der 2.Liga des letzten Jahres und erster (Wieder-)Aufstiegsaspirant gegenüber. Im Wissen, dass der Gegner bereits seit mehreren Wochen regelmässig Eistrainings absolvierte, setzten die Glarner auf eine gesicherte Defensive und möglichst schnelle Konterangriffe. Zu Beginn konnte der Gast aus dem Glarnerland das Geschehen ausgeglichen gestalten. Rapperswil führte zwar die feinere Klinge und liess durch einige gekonnte Spielzüge ihre Klasse aufblitzen, aber Glarus zeigte viel Aufopferungsbereitschaft und machte hinten die Räume eng. Und falls trotzdem ein Schuss aufs Glarner Gehäuse kam parierte diesen Keeper Bruhin gekonnt. In der 13. Minute gab es dann jedoch nichts mehr zu halten. Die kurzzeitige Unordnung in den Riehen des GEC nutzten die Seebuben eiskalt dreimal aus. Dazwischen konnte Zimmermann für seine Farben das Skore eröffnen und zum Pausenstand von 1:3 verkürzen.

Auch im zweiten Drittel hielten sich die Glarner wacker. Insbesondere angesichts der bereits wieder zwei verletzten Spieler und der daraus resultierenden Personalnot ist das Drittelsresultat von 1:2 nicht zu unterschätzen. Der letztjährige Topscorer Largo traf dabei nach einem schönen Solo für Glarus.
Im letzten Spielabschnitt machte sich das Fehlen der notwendigen Eistrainings mit Fortdauer des Matches jedoch immer mehr bemerkbar. Vielfach kamen die Glarner Hockeyaner einen Schritt zu spät oder standen im Schilf, sodass sie sich immer häufiger mit Strafen helfen mussten. Das Powerplay der Rapperswiler gehört definitiv zu den besseren in der 3.Liga. Dies zeigten sie eindrücklich mal für mal. Insgesamt fünf Buden schenkte das Heimteam dem Gast aus dem Zigerschlitz nochmals ein, was zum brutalen Schlussresultat von 2:10 aus Sicht des GEC führte.
Einen allzu grossen Vorwurf ist den Mannen von Trainer Faoro jedoch nicht zu machen. Zu einseitig waren die Vorteile und Umstände verteilt. Es gilt nun aber die richtigen Schlüsse aus der kalten Dusche zu ziehen und Schritt für Schritt der Bestform, resp. dem ersten Punktgewinn sich zu nähern.


Glarner EC : Rapperswil-Jona Lakers 2:10 (1:3, 1:2, 0:5)
St.Galler Kantonalbank Arena, Rapperswil. – 85 Zuschauer. – SR Kamer, Karrer-Gaille.

Tore: 13. Gahlinger (Schmid) 0:1. 14. Richard (Schneider) 0:2. 17. Zimmermann (Largo; Ausschluss Hauser!) 1:2. 18. Maurer (Richard, Schneider) 1:3. 26. Schneider (Richard; Ausschluss Weyermann) 1:4. 27. Gahlinger (A.Kubli, Schmid; Ausschluss Zimmermann) 1:5. 29. Largo 2:5. 41. Köfer (A.Kubli, P.Kubli) 2:6. 44. A.Kubli (Köfer, P.Kubli) 2:7. 51. Gahlinger (Richard, Schmid) 2:8. 55. Köfer (Eugster, A.Kubli) 2:9. 57. Richard (Schmid, Gahlinger; Ausschluss Largo) 2:10.

Strafen: Glarus 8×2 Minuten, Rapperswil-Jona 4×2 Minuten.
Glarus: Bruhin; Zehnder, Weyermann; Müller Dominique, Bühler; Largo, Ciprian, Zimmermann; Anderegg, Waldvogel, Lutz Simon; Schönfelder, Hauser, Stüssi; Lutz Fabio.

Rapperswil-Jona: Friess; Gloor, Maurer; Kubli P., Frautschi; Berger, Pellegrini; Gahlinger, Schmid, Köfer; Eugster, Richard, Schneider; Mariano, Landis, Kubli A.
Bemerkungen: Glarus ohne Noser, Wunderlin, Mettler, Freuler, Beglinger (alle abwesend).

Sommertraining ab dem 15. Mai

Die Sommertrainings beginnen am Montag 15. Mai. Treffpunkt, Ausrüstung und Material werden durch die Trainer bekanntgegeben.

Hier alle Trainingszeiten im Überblick

Auch bei der Zusammensetzung des Trainerstaffs gibt es einige Neuerungen. Kontaktangaben der einzelnen Trainer findet man unter TK Eishockey

Eine spezielle Lösung konnte für Spieler im Novizen- und Juniorenalter gefunden werden: Spieler der Jahrgänge 1998-2002 werden eine gemeinsame Trainingsgruppe (ca. 30 Spieler) gemischt aus dem Glarner EC und SCRJ Lakers bilden. Für die Meisterschaft werden ein Team Novizen A unter den SCRJ Lakers und ein Team Junioren A unter dem Glarner EC gemeldet.

Für allfällige Fragen oder Unklarheiten steht der TK-Check zur Verfügung:

TK Chef Eishockey
Sandro Magni
Zwischenbergli 23
8750 Glarus
079 312 79 11

Spielplanung: Ruedi Bernegger
Lizenzwesen: Simon Aebli

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GEC meldet sich im Abstiegskampf zurück

Von Dominik Hauser

Totgesagte leben bekanntlich länger. Nach den missratenen Auftritten im Januar und dem Fall ans Tabellenende, kämpft sich die 1.Mannschaft des Glarner EC mit der taktisch besten Leistung der Saison zurück ins Geschäft.

Die Vorzeichen standen vor dem Match gegen den EHC Urdorf eher schlecht. Die Formkurve der Glarner zeigte klar nach unten, das Hinspiel gegen die Limmattaler ging ebenfalls verloren und die Verletztenliste war beinahe länger als das Matchblatt aktive GEC Spieler zählte. Es sprach also eigentlich nichts mehr für die Einheimischen und genau diese Chance galt es zu nutzen.

Zu Beginn verhielten sich beide Teams etwas zögerlich, defense first war das Motto. Auch das Strafenkonto belegte dies, in den ersten 20 Minuten sprachen die Unparteiischen nur gerade je eine kleine Bankstrafe aus. Urdorf entwickelte etwas mehr Druck und führte die feinere Klinge, aber Glarus verhielt sich taktisch geschickt und drängte die Angriffe der Zürcher immer wieder auf die Aussenbahnen ins so genannte schlechte Eis. Deshalb ereigneten sich im ersten Drittel kaum gefährliche Situationen vor dem Tor des Glarner EC. Kurz vor Ende der ersten Periode, zum moralisch besten Zeitpunkt, konnte der Torschütze vom Dienst Largo einen Steilpass von Rückkehrer Schönfelder zur 1:0 Führung verwerten.

Auch der Mittelabschnitt begann aus Sicht des Tabellenkellerkindes optimal. Nach einer überstandenen eigenen Strafe konnte er GEC selber zu einem Powerplay antreten. Eigentlich eine Sorgendisziplin, funktionierte das Überzahlspiel von Glarus ausgezeichnet. Verteidiger Weyermann gab einen platzierten Handgelenkschuss von der blauen Linie ab, welcher den Weg vorbei an Freund und Feind ins Netz fand. Dem Urdorf-Keeper war dabei die Sicht verdeckt. Trainer Micheroli konnte anschliessend jedoch nicht auf die Euphoriebremse treten, das tat der EHC Urdorf nämlich gleich selber. Direkt nach dem Wiederanspiel nutzten die Gäste eine kurze Unachtsamkeit in der Glarner Hintermannschaft aus und verkürzten postwendend auf 1:2. Anstatt nun das Momentum vollends auf ihre Seite zu ziehen und womöglich das Resultat zu drehen, verstrickten sich die Urdorfer eigentlich unerklärlich in Diskussionen untereinander und den Schiedsrichtern. Gleich fünfmal wanderte ein Zürcher allein im Mitteldrittel in die Kühlbox. Die Glarner blieben jedoch cool und liessen sich von den Gehässigkeiten nicht anstecken. Ein beruhigendes drittes Tor wollte ihnen zwar nicht gelingen, jedoch brachten sie den Vorsprung ohne allzu grosse Mühe bis in die zweite Pause.

Für den Schlussabschnitt musste erwartet werden, dass der letztjährige Absteiger aus der 2.Liga nochmals eine Schippe nachlegen und den Ausgleich mit aller Vehemenz suchen würde. Wiederum gelang aber dem Glarner EC der bessere Wiedereinstieg. Mitten in die erste Angriffswelle der Gäste konnte Streiff zusammen mit dem aufgerückten Verteidiger Dominique Müller einen Konter fahren. Mit einem schönen Querpass hebelten sie die Defensive aus und Müller versenkte im Stile eines Routiniers zur erstmaligen Zweitoreführung. Von nun an rollten die Urdorf-Angriffe noch intensiver, aber auch planloser und je länger je verzweifelter. Das Fanionteam des GEC blieb seinem Konzept treu und so konnten die meisten Versuche der Zürcher bereits im Keim erstickt werden. Wurde es trotzdem brenzlig, konnten sich die Glarner an diesem Abend auf einen starken Torhüter Fabio Lutz und auch auf das nötige, in dieser Spielzeit häufig vermisste, kleine Quäntchen Wettkampfglück verlassen. Als zum Schluss der EHC Urdorf auch noch den Goalie durch einen sechsten Feldspieler ersetzte und trotzdem keine echte Torgefahr mehr entwickelten, stand fest, dass Glarus die Überraschung schaffen würde. Den 3:1 Heimsieg verdienten sich die Glärnischcracks mit einer defensiv feinen Teamleistung, in dem sie nie aus ihrem spielerischen Korsett ausbrachen und ihre Chancen zu nutzen wussten.

Mit den nicht zwingend budgetierten drei Punkten sind die Nichtabstiegsplätze plötzlich wieder in Reichweite. Wenn der Glarner EC in den beiden verbleibenden Matches der Saison 2016/17, beides Heimspiele, eine ähnliche Leistung auf dem heimischen Gletscher im Buchholz abliefern, sind sechs Punkte und somit das rettende Ufer im Bereich des Möglichen. Das erste „Finalspiel“ findet dabei bereits nächsten Samstag 11. Februar 2017 gegen die GCK Lions statt.

 

Glarner EC : EHC Urdorf 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)
Kunsteisbahn Buchholz, Glarus. – 89 Zuschauer. – SR Isler, Lechelt.

Tore: 19. Largo (Schönfelder) 1:0. 24. Weyermann (Zehnder, Müller Simon; Ausschluss Hauser) 2:0. 25. Müller (Gotti, Grob) 2:1. 43. Müller Dominique (Streiff) 3:1.

Strafen: Glarus 8×2 Minuten, Urdorf 9×2 Minuten plus 1×10 Minuten (Leimgruber).

Glarus: Lutz Fabio; Bühler, Zehnder; Weyermann, Stüssi; Müller Dominique, Freuler; Faoro Patrick, Müller Simon, Streiff Ramon; Largo, Zimmermann, Schönfelder; Anderegg, Faoro Denis, Mettler; Aebli.

Urdorf: Landis; Haas, Bucher; De Crom, Grob; Gotti, Walliser, Hauser; Leimgruber, Müller, Kiser; Pfyfer, Kuoni, Fischer.

Bemerkungen: Glarus ohne Noser, Ciprian, Bruhin, Müller Jeremias, Hauser (alle verletzt), Trainer Zimmermann (krank), Lutz Simon, Loretz (beide abwesend).

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GEC – HC Seetal

GEC verliert Spiel und Spieler

Von Dominik Hauser

Die 1. Mannschaft des Glarner Eislaufclubs verliert ein intensives Match gegen den HC Seetal knapp mit 3:4 und beklagt personelle Ausfälle.

Viele Zuschauer pilgerten trotz eisiger Temperaturen ins Buchholz zum ersten Heimspiel des GEC im 2017. Über die ganzen 60 Minuten bekamen sie gutes und intensives Eishockey zu sehen. Von Beginn weg wurde temporeich der Scheibe nachgejagt. Die Einheimischen erwischten den etwas besseren Start und kamen bereits in den ersten Minuten zu ausgezeichneten Abschlussmöglichkeiten, insbesondere die Linie um die Gebrüder Müller und Hauser sündigte dabei jedoch mehrfach. Wie man es besser macht zeigte Largo, welcher einen Nachschuss über die Linie zur 1:0 Führung drückte. In der 10. Minute konnten die Seetaler mit einem Mann mehr agieren und wussten dies zum Ausgleich auszunutzen. Der GEC zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt. Keine Minute später zappelte der Puck nämlich erneut im Gästenetz. Bei diesem Resultat blieb es dann bis zur ersten Pause.

Die zweiten 20 Minuten wurden dann durch aufkommende Ruppigkeiten und daraus resultierenden Strafen geprägt. Die Innerschweizer versuchten auf das Tempospiel der Glarner vermehrt mit intensivem Körpereinsatz zu reagieren. Bei einzelnen Einheimischen schien dies Wirkung zu zeigen, was zu harten Checks ihrerseits führten. So erhielten die Strafbänke Besuch mit hoher Regelmässigkeit. Das Rezept der Auswärtigen ging dabei auf. Durch den Bruch im Spielfluss wechselte das Momentum vom GEC hin zum HC Seetal. Mit einem Doppelschlag zu Spielmitte drehten sie die Partie. In dieser Phase fanden die Hockeyaner vom Fusse des Glärnisch kein probates Mittel um dem Verlauf erneut eine Wendung zu geben. Dass es nach zwei Dritteln aber trotzdem 3:3 stand hatten sie ihrem erneut starken Goalie Bruhin, sowie Captain Dominique Müller zu verdanken, welcher mit einem Energieanfall kurz vor Abschnittsende sich durch alle Seetaler hindurchtankte und auch noch den Gästehüter überwand.

In der Pause versuchte das Coachingteam des GEC die Gemüter ihrer Kufenakrobaten wieder etwas zu beruhigen und den Fokus aufs läuferische Element zu lenken. Dies gelang anschliessend auch ganz respektabel. Die Glarner setzten abermals mehr ihre Beine als Waffe ein. Aufwand und Ertrag stimmten jedoch noch nicht ganz. Mehrere gute Chancen wurden ausgelassen. Und wer sie vorne nicht macht… manchmal stimmen halt alte Binsenweisheiten trotzdem. Ein unglücklicher Puckverlust in der Vorwärtsbewegung, ein verdeckt abgegebener Schuss, eine Scheibe die sich nach dem Metalltreffer dazu entschied, über die Linie zu rollen und schon hiess es 3:4 aus Sicht der Gastgeber. In den restlichen 10 Minuten rannten die Glarner an und versuchten nochmals alles. Der HC Seetal wiederholte abermals das Spiel mit den harten Körperchargen. Bei zwei fragwürdigen, vom unsicheren Schiedsrichterduo jedoch als legal taxierten Aktionen verletzten sich Jeremias Müller sowie Hauser und fallen für den Rest der Saison aus. Von diesem Schock erholte sich der GEC sich nicht mehr und musste sich nach hartem Kampf geschlagen geben. Die knappe Niederlage ist umso ärgerlicher, als dass man absolut nicht chancenlos gewesen ist und mit einem oder mehreren Punkten etwas Luft zu den Abstiegsplätzen hätte erhalten können. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am kommenden Wochenende wieder zu Hause gegen den HC Zugerland, welchen man in der Hinrunde klar besiegen konnte.

 

Glarner EC : HC Seetal 3:4 (2:1, 1:3, 0:1)
KEB Buchholz, Glarus. – 73 Zuschauer. – SR Diener, Isler.

Tore: 3. Largo (Zimmermann) 1:0.11. Bühlmann (Mathis; Ausschluss Hauser) 1:1. 12. Müller Jeremias (Müller Simon) 2:1. 29. Zimmermann (Kleiner) 2:2. 31. Trachsler P. (Trachsler S., Hubli) 2:3. 40. Müller Dominique 3:3. 50. Müller (Trachsler, Hubli; Ausschluss Bühlamnn!) 3:4.

Strafen: Glarus 9×2 Minuten, Seetal 8x2Minuten.
Glarus: Bruhin; Müller Dominique, Mettler; Weyermann, Stüssi; Bühler, Zehnder; Hauser, Müller Simon, Müller Jeremias; Faoro Denis, Faoro Patrick, Lutz Simon; Ciprian, Zimmermann, Largo; Lutz Fabio, Anderegg.

Seetal: Joller; Müller F., Walker; Müller D., Klein; Bucher, Trachsler S., Hubli; Müller D., Trachsler P., Bühlmann; Hodel, Häfliger, Zimmermann.

Glarus ohne Noser (verletzt), Streiff (krank), Freuler, Aebli (abwesend).

Der Glarner EC konnte gegen den SC Küssnacht den zweiten Heimsieg in Folge verbuchen. Foto: Lukas Landolt

GEC kämpft sich über den Strich

Von Dominik Hauser

Rechtzeitig zu Weihnachten beschenkt sich das Fanionteam des Glarner Eislaufclubs gleich selber. In den beiden Kellerduellen gegen Thalwil und Küssnacht behält es die Oberhand und kann sich über fünf dringend benötigte Punkte freuen.

In beiden Partien gegen die Tabellennachbarn galt die Maxime verlieren verboten, um nicht bereits zu Jahresende in arge Abstiegsnot zu geraten. Auch wollten sich die Glarner für die Pleite im ersten Heimspiel rehabilitieren. Entsprechend couragiert trat man zum ersten Spiel gegen den EHC Thalwil an. Mit viel Tempo und Vorwärtsdrang diktierten die Einheimischen das Geschehen im Buchholz. Die Zürcher mussten früh zu unerlaubten Mitteln greifen, was zu drei Überzahlsituationen für Glarus führte. Zwei dieser Powerplays nützten Ramon Streiff und Faoro gekonnt aus. Die 2:0 Führung entsprach trotzdem nicht ganz dem Spielverlauf, denn in ihrer offensiven Sturm&Drang Phase vernachlässigten die Hausherren ihre Pflichten in der eigenen Zone. Als defensives Gewissen badete Torhüter Bruhin mit einigen Husarenstücken die Liederlichkeiten seiner Vorderleute allesamt aus.

Im Mitteldrittel zählten die Statistiker auf beiden Seiten ungefähr gleich viele Spielanteile und Chancen. Konnte Thalwil in der 25. Minute zum ersten Mal reüssieren, beantwortete dies der GEC postwendend mit einer Doublette zum 4:1. Gegen Ende des zweiten Abschnitts kamen die Gäste nochmals etwas auf und die Glarner liessen sie gewähren. Zwei unnötige Scheibenverluste im Spielaufbau resultierten zu ebenso vielen Gegentore, sodass es nur mit einem knappen Vorsprung aus Glarner Sicht in den Pausentee ging.

Trainer Zimmermann mahnte seine Spieler, den Gästen nun keine zweite Luft zu geben, sondern selber wieder aktiv das Heft in die Hand zu nehmen. Gesagt getan. Kaum war die Scheibe wieder eingeworfen, lag sie auch schon zweimal im Zürcher Kasten. Mettler und zum zweiten Mal an diesem Abend Streiff sorgten dafür, dass der Mist für einmal frühzeitig geführt war. Dachten sich wohl nicht nur das Publikum, sondern auch die Glarner Akteure, welche nun selbst vermehrt zu Zuschauern mutierten. Der EHC Thalwil nahm die Einladung gerne an und bedankte sich mit den Toren 4 und 5 für die nicht mehr erwartete Gastfreundschaft. Glarus wankte nun, fiel aber nicht. Sich nochmals aufbäumend, rettete sich der 3.Ligist über die Zeit und behielt die drei so dringend benötigten Zähler im Zigerschlitz.

Die Geschichte des unmittelbar darauf folgenden Heimmatches gegen das Schlusslicht aus Küssnacht liest sich ganz ähnlich. Der GEC beginnt engagiert, druckvoll und für einmal auch sehr effizient. Nach 20 gespielten Minuten leuchtete die rote Lampe hinter dem Tor bereits 6 Mal auf. Vier Treffer gingen auf das Konto der Buchholzcracks, zweimal waren die Innerschweizer erfolgreich. Der zweite Abschnitt endete dafür Torlos, jedoch mit zunehmenden Vorteilen für den KSC Küssnacht am Rigi. Wieder wurden die Glarner Hockeyaner angehalten, den Gegnern doch bitte den Wind aus den Segeln zu nehmen, um nicht den hart erkämpften Vorsprung preis zu geben. Zumal bei einem Sieg auch der Sprung über den ominösen Strich gelänge.

Doch hier endeten die Parallelen zum Thalwil-Spiel. Glarus konnte den Schalter nicht mehr umlegen und musste vermehrt mit illegalen Aktionen die Angriffe der Cracks vom Vierwaldstättersee stoppen. Anders als noch vor einer Woche hielt die GEC Defensive nicht mehr Stand, zweimal musste sie sich geschlagen geben. Weitere Tore fielen in der regulären Spielzeit keine mehr, sodass es zur Verlängerung kam. Gleich wie in den Profiligen wird diese im drei gegen drei Format ausgespielt. Der GEC wusste den extrem grossen Freiraum zu nutzen und konnte schlussendlich durch einen Treffer von Teamoldie Faoro doch noch den budgetierten Sieg einfahren. Den vermeidbaren Punktverlust wird der Glarner EC hoffentlich zu Saisonende nicht noch bereuen. Vorderhand gilt es aber aus den beiden Erfolgen Moral und Zuversicht zu schöpfen und nach der verunglückten Hinrunde im neuen Jahr eine umso bessere Reprise hinzulegen.

 

Glarner EC : EHC Thalwil 6:5 (2:0, 2:3, 2:2)
Kunsteisbahn Buchholz, Glarus. – 74 Zuschauer. – SR Hagen, Leitold.

Tore: 16. Streiff Ramon (Müller Simon, Hauser; Ausschluss Ziangirov) 1:0. 20. Faoro Patrick (Hauser) 2:0. 25. Droz 2:1. 28. Müller Simon (Faoro Denis) 3:1. 34. Hauser (Faoro Patrick; Ausschluss Riedener) 4:1. 34. Ziangirov (Droz, Sidler) 4:2. 40. Blättler (Ziangirov) 4:3. 41. Mettler (Freuler) 5:3. 44. Streiff Ramon (Müller Simon) 6:3. 56. Droz P. (Droz N.) 6:4. 58. Schweri (Blättler) 6:5.

Strafen: Glarus 1×2 Minuten, Thalwil 7×2 Minuten plus 1×5 Minuten (Schweri) plus Matchstrafe (Schweri).

Glarus: Bruhin; Bühler, Zehnder; Weyermann, Stüssi; Müller Dominique, Mettler, Freuler; Müller Jeremias, Müller Simon, Streiff Ramon; Largo, Ciprian, Zimmermann; Hauser, Faoro Patrick, Faoro Denis; Lutz Fabio, Anderegg, Bär.

Thalwil: Poon: DÈrcole, Droz P.; Bühler, Blättler; Sidler, Schweri, Ziangirov; Brügger, Schmid, Biner; Graf.
Bemerkungen: Glarus ohne Noser (verletzt), Lutz Simon, Streiff Aljoscha, Loretz, Kubli, Aebli (alle abwesend).

 

Glarner EC : KSC Küssnacht am Rigi 5:4 n.V. (4:2, 0:0, 0:2, 1:0)
Kunsteisbahn Buchholz, Glarus. – 96 Zuschauer. – SR Diener, Romero.

Tore: 4. Faoro Denis (Ausschluss Zimmermann!) 1:0. 7. Nideröst (Jud, Trutmann) 1:1. 8. Zimmermann (Largo, Ciprian) 2:1. 14. Müller Simon (Müller Jeremias) 3:1. 15. Faoro Patrick (Müller Jeremias) 4:1. 19. Zürcher (Döbeli, Müller) 4:2. 47. Rhodewald (Holdener) 4:3. 53. Nideröst (Schädler) 4:4. 65. Faoro Patrick (Hauser, Freuler) 5:4.

Strafen: Glarus 10×2 Minuten, Küssnacht 11×2 Minuten.

Glarus: Lutz Fabio; Hauser, Zehnder; Weyermann, Stüssi; Müller Dominique, Freuler; Müller Jeremias, Müller Simon, Streiff Ramon; Largo, Ciprian, Zimmermann; Anderegg, Faoro Patrick, Faoro Denis.

Küssnacht: Bieri; Trutmann, De Marco; Zürcher, Hodel; Müller; Rhodewald, Baggenstoos, Stalder; Schädler, Flühler, Müller; Döbeli, Nideröst, Jud; Frigeri, Fuchs, Holdener: Brand.
Bemerkungen: Glarus ohne Noser (verletzt), Bühler (krank), Lutz Simon, Mettler, Streiff Aljoscha, Loretz, Kubli, Aebli (alle abwesend).

 

Zwei Drittel lang den Leader gefordert

Von Dominik Hauser

Nach einer schier unendlich lang erscheinenden Serie von Auswärtsspielen konnte die 1.Mannschaft des Glarner EC am vergangenen Samstag endlich zum ersten Heimmatch antreten. Zu Gast war mit dem EHC Seewen gleich der aktuelle Spitzenreiter der 3.Liga.

Nach dem bekanntlich nicht sonderlich günstig verlaufenen Saisonstart ruhten die Hoffnungen im Gedanken an den Geist des altehrwürdigen Buchholzes und der daraus hervorgehenden Heimstärke des Glarner Eislaufclubs. Als erste Gastmannschaft kam zwar der Ligaprimus aus Seewen angereist, da aber das Hinspiel nur knapp und nach hartem Kampf 3:4 verloren ging, durften sich die Einheimischen durchaus etwas ausrechnen. Die ansehnliche Anzahl Zuschauer bekamen denn auch von Beginn weg eine engagiert geführte Partie zu sehen, mit leichten Vorteilen für die Innerschweizer zwar, aber auch der GEC wusste zu gefallen. In der fünften Minute entwischte Hächler der Glarner Verteidigung und liess auch Torhüter keine Abwehrchance. Auf den, wieder einmal, frühen Rückstand konnte Glarus jedoch postwendend reagieren. Hauser fing einen Querpass der Seewener ab und lancierte Jeremias Müller, welcher alleine loszog und im Stile eines Routiniers abschloss. Das Unentschieden hielt jedoch nicht sehr lange Bestand. Zwei aus Glarner Sicht unglückliche Weitschusstreffer ermöglichten dem Leader mit einer standesgemässen Führung in die erste Pause zu gehen.

Im zweiten Drittel setzte sich der bisherige Spielverlauf fort. Die Innerschweizer drückten dem Geschehen zwar mehrheitlich den Stempel auf, jedoch wusste der GEC in der Rolle des aufsässigen Underdogs zu Gefallen. Einige gute Chancen auf beiden Seiten wurden allesamt ausgelassen, sodass das knappe Resultat auch nach 40 gespielten Minuten auf der Anzeigetafel aufleuchtete.

Die grossmehrheitlich sehr fair geführte Partie nahm anfangs des Schlussabschnitts nochmals an Fahrt auf und man merkte, dass Glarus nun vehement den Anschlusstreffer suchte. In dieser Phase untermauerte der EHC Seewen ihren Status als defensiv vorzügliches Team, welches nicht zu Unrecht vom Leaderthron grüsste. Immer wieder machten sie hinten die Schotten dicht, liessen den Gastgeber anrennen und markierten ihrerseits mit einem eiskalt ausgenützten Konter das vorentscheidende 4:1. Die Moral der Glarner war damit zwar noch immer nicht gebrochen, jedoch wurden die Beine mit jeder Zeigerumdrehung schwerer. In den letzten Minuten kannten die Besucher vom Lauerzersee gar kein Pardon und schenkten dem Glarner EC nochmals vier Tore ein. Das brutale Schlussresultat von 1:8 erscheint in der Reprise um zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen zu sein. Auch wenn Seewen die bessere Mannschaft auf dem Eis war, das Fanionteam des GEC darf für sich in Anspruch nehmen, über weite Strecken tempomässig mitgehalten zu haben. Dies sollte den Herren aus dem Hauptort Mut machen, wenn am kommenden Sonntag das Derby und gleichzeitig Strichduell gegen den Hockeyclub Thalwil im Buchholz steigt.

 

Glarner EC : EHC Seewen 1:8 (1:3, 0:0, 0:5)
Kunsteisbahn Buchholz, Glarus. – 65 Zuschauer. – SR Hugentobler, Egli.

Tore: 5. Hächler (Suter, Horat) 0:1. 6. Müller Jeremias (Hauser) 1:1. 7. Holdener (Steiner; Ausschluss Zimmermann) 1:2. 8. Brücker R. (Brücker J.) 1:3. 45. Steiner (Brücker J, Brücker R.) 1:4. 51. Reichmuth (Lander) 1:5. 57. Brücker R. (Brücker J.; Ausschluss Weyermann) 1:6. 58. Horat 1:7. 59. Brücker J. (Spichtig) 1:8.

Strafen: Glarus 4×2 Minuten, Seewen 7×2 Minuten plus 1×10 Minuten (Item).

Glarus: Lutz Fabio; Bühler, Zehnder; Weyermann, Müller Dominique; Mettler, Stüssi; Müller Jeremias, Hauser, Müller Simon; Largo, Ciprian, Zimmermann; Lutz Simon, Faoro Patrick, Kubli; Bruhin, Streiff Aljoscha, Bär.

Seewen: Schulze; Item, Eichhorn; Holdener, Reichmuth; Spichtig, Lippmann; Muheim, Annen, Lander; Brücker J, Steiner, Brücker R.; Hächler, Suter, Horat; Mettler, Landis, Gehrig.
Bemerkungen: Glarus ohne Anderegg, Streiff Ramon, Noser (alle verletzt), Faoro, Denis, Loretz, Freuler, Aebli (alle abwesend).