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Bambini trotz Kampfgeist chancenlos

Von Lisa Alvarez

In ihrem zweiten Turnier der Saison trafen die jungen Glarner EC Spieler auf alte Bekannte. Diesmal waren der Glarner EC, der EC Wil und der EHC Lenzerheide-Valbella beim EHC Frauenfeld zu Gast. Sie starteten das erste Spiel hochmotiviert und voller Konzentration. Sie hatten viel gelernt in den zwei Trainings und freuten sich wieder auf dem Eis zu stehen. Leider wurde schnell klar, dass die Gegner überlegen waren. Zwar waren die Glarner EC Spieler nicht mehr so unsicher wie noch vor einer Woche und man merkte, dass die Trainings dieser Woche grosse Fortschritte erzielt hatten, dennoch blieben sie torlos.

Das drückte auf die vorher so freudige Stimmung. Als auch das zweite Spiel anfing, wie das erste aufgehört hatte, nämlich mit vielen erfolglosen Versuchen der Glarner ein Tor zu erzielen und immer wieder die erfolgreichen Gegenstösse der Gegner, schien es, als liessen die Glarner langsam ihr Köpfe immer weiter sinken. Es war den motivierenden Worten der Tainer zu verdanken, dass sie tapfer weiterspielten. Unermüdlich bauten sie die Spieler auf der Bank wieder auf, gaben Tips und lobten jeden einzelnen. Kurz nach der Hälfte kam dann der lang ersehnte Treffer. Zuschauer und Trainer jubelten erleichtert und auch die Spieler freuten sich sehr. Der Treffer gab den Jungs neuen Mut und Selbstvertrauen und kam genau zur richtigen Zeit. So kämpften sie sich weiter, wieder hoch motiviert, durch den Rest der Partie.

Auch im dritten und letzten Spiel des Tages wurde schnell klar, dass die Gegner überlegen waren. Dennoch spielten die Glarner energisch mit, erzielten sogar zwei Tore und hatten weitere Tore auf dem Stock. Auch der Glarner Goalie kämpfte unerschrocken um jeden Puck und liess sich durch nichts ablenken oder verunsichern.

Nach dem Turnier gingen Eltern und Spieler gemeinsam Mittagessen. Trotz den klaren Niederlagen, war die Stimmung ausgelassen. Die Jungs lachten und freuten sich über kleine Fortschritte und auf das kommende Training. Wenn man sie so beobachtete, wurde sofort klar, dass in der kurzen Zeit, in der die Jungs jetzt zusammen trainieren, sie doch schon zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen sind. Es scheint, als teilen sie mehr als nur die Freude am Eishockey.

Freude nach dem Sieg

Verdienter Sieg der Mini’s im Puschlav

Von Jrene Luchsinger

Nach dreistündiger Anreise ins Puschlav nach Poschiavo sind die Glarner keineswegs müde und siegen verdient, nach diversen Durchhängern, gegen den HC Poschiavo mit 3:7!

Lange war am letzten Samstag die Anreise für die Glarner bis nach Poschiavo – dementsprechend träge kamen sie aus der Kabine aufs Eis. Das Team um Simon Aebli und Marc Hefti, verstärkt durch einen Block von den Rapperswil-Jona-Lakers,  wirkte beim Anpfiff alles andere als frisch – die vorherige Spaghetti-Stärkung hatte wohl nicht gut getan. Dennoch gelang ihnen, beim ersten Einsatz des ersten Blocks, nach nur 25 Sekunden Spielzeit, dank wachem Auge von Nic Luchsinger, auf Pass von Maurin Isler, das 0:1. In der Folge liess die Leistung der Glarner rapide nach und der HC Poschiavo nutzte die Gunst aus und realisierte den Ausgleichstreffer.

Blick aufs Spielgeschehen von der Bande aus
Blick aufs Spielgeschehen von der Bande aus.

Die Drittelspause hat wohl alle Glarner wachgerüttelt und sie kamen wie verwandelt zurück aufs Eis. Endlich war die Mannschaft im Spiel angekommen und es gelang wiederum dem ersten Block, den Führungstreffer zu erzielen. Beim ersten Einsatz auf dem Eis, eroberten sie sich, dank schönem Zusammenspiel, über  Maurin Isler, Andrin Hagmann, zu Nic Luchsinger, kaltblütig die Führung zurück. Dieser Treffer gab einen Ruck durchs Team und endlich konnte die Mannschaft, dank sauberem Hockey, schöne Kombinationen spielen. Der HC Poschiavo wurde vor allem durch den ersten Block (Nic Luchsinger, Maurin Isler und Andrin Hagmann) minutenlang im Drittel eingeschnürt. Dabei blieben nur die Tore aus. Die dritte Sturmlinie knüpfte nahtlos an diese Leistung an und baute die Führung, dank Scheibengewinn und schönem Forechecking, durch ein schönes Tor von Fadri Gabriel, auf Pass von Rino Riedi, auf 1:3 aus. Keine Minute war verstrichen, knallte Maurin Isler einen Hammerschuss mitten ins Tor zum 1:4. In der 32. Minute verschliefen die Glarner Verteidiger und der Center völlig und gaben dem Gegner viel zu viel Raum, um den zweiten Treffer zu erzielen. Die Antwort auf diesen Treffer kam von den Glarnern aber postwendend. Wiederum war es der erste Block, bei welchem Andrin Hagmann, einen schönen Angriff zum 2:5 abschloss.

Die ersten Minuten des Schlussdrittels verschliefen die GEC-Minis komplett. Irgendwie waren sie komplett von der Rolle. Davon profitierte der Gegner, welcher zum 3:5 einschoss. Danach gab aber wieder der erste Block der Glarner minutenlang den Ton an. Sie schnürten den Gegner so richtig ein und verbuchten nicht weniger als drei „Metalltreffer“. Fortan spielte nur noch der GEC. Der HC Poschiavo kam kaum aus der eigenen Zone heraus. In der 50. Minute war es Devyn Steiner, welcher auf Zuspiel von Nic Luchsinger, von der blauen Linie aus, die Scheibe aufs Tor schoss. Andrin Hagmann lenkte sauber zur 3:6 Führung ins Tor ab.  Nun war es definitiv um den Gegner geschehen. Spielen sah man nur die Glarner. So war es nicht verwunderlich, dass Maurin Isler, dank einem Knaller, drei Minuten vor Schluss, zum Endresultat von 3:7 einschoss.

Freude nach dem Sieg
Freude nach dem Sieg.

Im Grossen und Ganzen wusste vor allem die erste Sturmlinie zu brillieren, mit sauberem und schnellen Hockey und x Chancen. Während dem ganzen Spiel waren nicht weniger als acht Metallknaller zu verzeichnen. Im Mitteldrittel kamen die dritte GEC-Linie sowie der Rappi-Block immer besser ins Spiel. Dies macht Freude auf mehr! Man darf gespannt sein, wie es mit diesem Team weitergeht. In zwei Wochen in Kreuzlingen wissen wir dann mehr – Daumendrücken, dass das Spiel wieder so ausgeht!

Die Glarner Abwehr hat alle Hände voll zu tun

Lustloses Spiel endet mit klarer Niederlage der Novizen

Von Jrene Luchsinger

Auch der zweite Einsatz auf heimischem Eis brachte den GEC-Novizen kein Glück. Nach anfänglicher Ausgeglichenheit verloren sie gegen den EHC Illnau-Effretikon klar mit 2:13. Kampfgeist und Wille des Teams waren kaum spürbar.

Keine guten Erinnerungen hatten die Glarner gegen diesen Gegner, verloren sie doch vor einem Monat auswärts mit 8:1. Dieses Resultat wollte man ausblenden – neuer Tag – neues Spiel! In den Startminuten gab aber der Gegner EHC Illnau-Effretikon gleich den Tarif bekannt. Sie drängten die Glarner in ihre eigene Zone zurück und sie versuchten sie einzuschnüren. Dies gelang ihnen auch und bereits nach drei Minuten hiess es 0:1 für die Gäste. Die GEC-Novizen versuchten immer wieder sich zu lösen, hatten aber kaum Möglichkeiten über die Mittellinie zu kommen. Da kam ihnen eine Strafe des Gegners in der neunten Spielminute gerade recht. Mit einem Mann mehr auf dem Eis kamen sie nun endlich in die gegnerische Zone und dank schönem Pass von Cyril Gysi auf Tim Büttiker, konnte Ronny Blöchlinger davon profitieren und den Ausgleichstreffer erzielen. Die Welt war wieder in Ordnung: erste Chance, erstes Tor! Fortan hatten auch die Glarner ihre Chancen. Leider fünf Minuten später klebte auch Pech am Puck, denn dem Glarner Torhüter rutschte der Puck über die Schoner ins Tor zum 1:2. Nun mussten sie sich wieder mit allen Mitteln wehren.  Kaum war vom Gegner der Lattenknaller ohne Torerfolg verdaut, kam wieder eine Angriffswelle auf die Glarner zu. Diesmal aber mit Torerfolg zum 1:3.

Frustriert kamen die GEC-Novizen aus der Pause zurück, man wollte unbedingt dem Gegner das Leben schwer machen. Doch statt sich’s ein bisschen leichter zu machen, gab es nun Strafen und weitere zwei Tore zu Beginn des Mitteldrittels für den EHC Illnau-Effretikon. Bei den Einheimischen funktionierte nicht viel, irgendwie waren sie komplett von der Rolle. Lustlos spielten sie Hockey, ohne auch öfters gefährlich vors gegnerische Tor zu kommen. Eine Überzahlsituation nutzten sie auch nicht aus, um aus der Misere heraus zu kommen. Im Gegenteil, zwei weitere Treffer erzielte der EHC Illnau-Effretikon. Einen kleinen Funken Hoffnung sah man in der 37. Minute aufblitzen, als der Captain Cyrill Patt alleine vor dem Tor zum 2:6 reüssieren konnte. Diese Freude wurde aber schnell wieder gedämpft, denn wenige Sekunden später erzielte der EHC Illnau-Effretikon ein weiteres Tor zum 2:7.

Auch im Schlussdrittel  riss der Druck des Gegners auf die Glarner nicht ab. Kaum einmal kam man aus der eigenen Zone heraus. Wenn es mal möglich war, sich aus der Umklammerung zu lösen, dann wurde man durch die Verteidiger abgeblockt. Die meisten Pässe innerhalb der Mannschaft kamen nicht an, sie wurden frustrierter und auf beiden Seiten mussten Strafen ausgesprochen werden. Im Schlussabschnitt musste der Glarner Torhüter nicht weniger als weitere sechs Mal hinter sich greifen. Das Spiel endete mit einer satten 2:13 Pleite für die Einheimischen.

Es war ein Spiel zum Vergessen! Es gilt nun dieses Spiel schnell abzuhaken und vorwärts zu schauen. Die Moral muss wieder gestärkt werden, damit das Selbstvertrauen zurückkehrt. Vielleicht ist das ja bereits am kommenden Wochenende der Fall, wenn der SC Weinfelden im Buchholz zu Gast ist. Gegen dieses Team haben die Glarner gute Erinnerungen, gewannen sie doch die erste Begegnung im Penaltyschiessen!

Senioren schlagen den Leader

Von This Leisinger

In einer spannenden und umkämpften Partie geben die Senioren des Glarner Eislaufclubs einen Drei-Tore-Vorsprung preis und siegen im Penaltyschiessen.

Man darf getrost sagen, dass an diesem frühen Sonntag Abend etwas los war auf der Kunsteisbahn im Buchholz. Zu Gast war mit dem EHC Glattbrugg niemand geringeres als der aktuelle Tabellenführer und letztjährige Tabellenzweite der Leistungsklasse C1. Die Glarner wussten, dass ihnen ein hartes Stück Arbeit bevorstand.

Der Gast aus Glattbrugg hatte einige gute Hockeyspieler, ja sogar einen ehemaligen NLA-Crack in seinen Reihen. Die Glarner hielten mit Einsatz und Willen dagegen. Dies wiederspiegelt auch die Art und Weise, wie die Glarner ihre sechs Treffer erzielten. Nicht weniger als vier Tore wurden durch Ablenker oder im Gewusel vor dem Zürcher Tor erzielt. Dabei gilt es zu erwähnen, dass mit Ernst Adler (2) und Sandro Magni (1) zwei Verteidiger die Hälfte der Glarner Treffer schossen. Nicht mit  einem Ablenker und auch nicht im Nachstochern, sondern mit einem Konter über das gesamte Spielfeld, so schoss Elias Müller seinen ersten Treffer bei den GEC-Senioren. Dies notabene bereits nach 75 Sekunden Spielzeit. Und Glattbrugg? Ja die hielten dagegen und spielten die Glarner insbesondere in der Mitte des ersten Drittels einige Male schwindlig. Aber der sehr gut aufspielende Glarner Schlussmann Markus Notter vereitelte einige Chancen der Gastmannschaft. So konnten die Glarner Oldies das erste und zweite Drittel jeweils 2:1 für sich entscheiden und gingen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in den Schlussabschnitt. Das letzte Drittel war an Spannung kaum mehr zu überbieten. Zuerst der Treffer des GEC zum 5:2, dann ein Doublette der Glattbrugger innerhalb von 30 Sekunden. Nur 90 Sekunden vor Ende der Partie der vermeintliche Siegestreffer der Glarner zum 6:4 und wieder ein aufbäumen der Glattbrugger, welche zwei Bullys im Glarner Verteidigungsdrittel nutzten und den Ausgleich zum 6:6 erzielten. Es war ein intensives Spiel, wobei die Härte für Senioren-Verhältnisse teilweise etwas über der Toleranzgrenze lag. Die Schiedsrichter lagen nicht bei jeder Entscheidung richtig. Die Menge an Fehlentscheidungen dürfte sich aber über die gesamte Spieldauer die Waage gehalten haben.

War da noch etwas? Ja klar, das Dessert, das Tüpfelchen auf dem i, das Penaltyschiessen. Den zahlreich anwesenden Zuschauen (immerhin 79!) wurde auch noch ein spannender Schussakt geboten. Auch hier zeigte Markus Notter noch einmal all sein Können und musste sich nur einmal geschlagen geben, während zwei Glarner Schützen ihre Versuche versenkten.

Und was bleibt übrig? Objektiv muss man von einem verlorenen Punkt sprechen. Einen Drei-Tore-Vorsprung respektive einen Zwei-Tore-Vorsprung 90 Sekunden vor Schluss, darf man nicht aus den Händen geben. Trotzdem überwiegt die Freude über ein schönes und intensives Hockeyspiel und einen Sieg der immerhin zwei Punkte einbringt. Das Team wird die Trainings nutzen, technisch aber vor allem taktisch, und organisatorisch in den kommenden Partien gerüstet zu sein.

Captain Seraphin Ramhapp. im Angriff

Moskitos übernehmen Tabellenführung

Von Beat Stüssi

Nach einem hohen Sieg über den Partnerclub Rapperswil-Jona Lakers mit 1:13 übernehmen die Moskitos des Glarner EC die Tabellenführung in ihrer Gruppe.

Ohne zwei ihrer Stammspieler reiste die Mannschaft von Ruedi Bernegger und Dominique Müller mit nur neun Spieler nach Rapperswil. Harzig verlief das Startdrittel. Die Gegner spielten körperbetont und hartnäckig, kassierten dafür aber über die ganze Spielzeit sechs Strafen. So hatten die Glarner Mühe in ihr Spiel zu finden und konnten mit einem 1:2 in die erste Pause.

He häsch Du dr Puck gsi? (Seraphin Ramhapp und Remo Stüssi)
He häsch Du dr Puck gsi? (Seraphin Ramhapp und Remo Stüssi)

Diese schien aber gut getan zu haben und die Glarner trumpften auf. Mit vier Toren im Mitteldrittel und sieben Toren im Schlussdrittel wurde demonstriert, wer der Herr auf dem Eis war. Wie gut die Moskitos zusammenspielen und passen zeigt die Statistik. Jeder Spieler der Glarner schoss mindestens ein Tor! Ausser natürlich der Torhüter Gianluca Ragazzi, der nur einmal hinter die Torliine greifen musste und wieder bewies, dass er ein sicherer Rückhalt für die Mannschaft ist. Somit können die Moskitos am kommenden Samstag, 15. November um 17.00 Uhr den drittplazierten EHC Urdorf als Leader empfangen.

Nach getaner Arbeit: Die GEC-Moskitos freuen sich über ihren Sieg
Nach getaner Arbeit: Die GEC-Moskitos freuen sich über ihren Sieg.
Nati-B, nein Moskito B
Nati-B, nein Moskito B

 

Glarner EC misslingt die Heimpremiere

Im ersten Heimspiel der Glarner 3. Liga Hockeyaner folgte nach vierzig ausgeglichenen Minuten der Einbruch auf Seiten des GEC. Mit 2:6 ging die Partie zum Schluss deutlich an den SC Küssnacht am Rigi, während die Glarner beim Heimpublikum keinen überzeugenden Eindruck hinterlassen konnten.

Zum ersten Saisonspiel auf heimischem Eis empfing die Mannschaft von Trainer Christian Zimmermann den SC Küssnacht am Rigi im Buchholz. Die Schwyzer hatten drei ihrer fünf bisherigen Partien verloren, was die Glarner, nach dem Penaltysieg vom letzten Wochenende, auf einen weiteren Punktgewinn hoffen liess. Der Einstieg gelang dem GEC dann auch gut und man spielte munter nach vorn, was dem Gastgeber zunächst auch mehr Torchancen einbrachte. Dennoch war es Küssnacht, das in der 13. Minute zum ersten Torerfolg kam: Grätzer verwertete die Vorlage von Zürcher zum 0:1.

Schneller Ausgleich der Glarner
Nachdem bis zur ersten Pause keine weiteren Treffer mehr gefallen waren, verlor der GEC nach dem Wiederanspiel keine Zeit und kam durch Simon Müller nach 27 Sekunden zum 1:1-Ausgleich. In der Offensive vermochte Glarus auch in der Folge durchaus mitzuhalten, beim Spiel in der eigenen Zone waren aber deutliche Mängel auszumachen. Sobald Küssnacht mit Tempo ins Glarner Drittel eindrang, wurde es stets gefährlich. Oftmals stimmte die Zuordnung im Glarner Abwehrspiel nicht. Zwar musste GEC-Keeper Micheroli im Mittelabschnitt kein Gegentor hinnehmen, um sich von den Gästen abzusetzen hätte es aber im Schlussabschnitt eine Steigerung auf Seiten der Gastgeber gebraucht.

Küssnacht zog davon
Nachdem in den letzten zwanzig Minuten zunächst von den Unparteiischen auf beiden Seiten je ein Treffer aberkannt wurde, waren es dann die Küssnachter, die nochmals zulegen konnten. Der GEC schien mental nicht bereit für die spielentscheidende Phase, während die Gäste nun die Schwächen im Glarner Spiel ausnutzen konnten: Stefan Baggenstoss (47.) und Grätzer (48.) mit einem Doppelschlag, sowie Stalder in der 51. Minute erhöhten bis auf 1:4. Der GEC vermochte darauf nicht zu reagieren, erst nachdem der SC Küssnacht am Rigi durch Thomas Baggenstoss im Powerplay und Zürcher (beide 54.) mit zwei weiteren schnellen Toren bis auf 1:6 davonzog, schien nochmals ein Ruck durch die Heimmannschaft zu gehen. Zwar verkürzte Ramon Streiff fünf Minuten vor Spielende noch auf 2:6, um bei der Punktevergabe aber tatsächlich ein Wörtchen mitzureden, kam die Reaktion der Glarner eindeutig zu spät.

 

Glarner EC – SC Küssnacht am Rigi 2:6 (0:1, 1:0, 1:5)
Kunsteisbahn Buchholz, Glarus. – 98 Zuschauer. – SR Deflorin, Wolf.

Tore: 14. Grätzer (Zürcher, Huser) 0:1. 21. S. Müller (R. Streiff, J. Müller) 1:1. 47. S. Baggenstoss 1:2. 48. Grätzer (Zürcher) 1:3. 51. Stalder (Truttmann) 1:4. 54. T. Baggenstoss (Truttmann / Ausschluss M. Lutz) 1:5. 54. Zürcher (Huser) 1:6. 56. R. Streiff (S. Müller, J. Müller) 2:6.

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Glarus, 8mal 2 Minuten gegen Küssnacht am Rigi.

Glarus: Micheroli, Bühler, Müller Dominique, Müller Jeremias, Müller Simon, Streiff Ramon, Zehnder, Müller Tobias, Lutz Mathias, Anderegg, Streiff Aljoscha, Freuler, Stüssi, Kubli, Ciprian, Largo, Lutz Fabio.
Glarus ohne Hauser, Faoro, (beide abwesend) und Lutz Simon, Mettler (beide verletzt). 

Küssnacht am Rigi: Brand, Müller, Truttmann, Huser, Frigeri, Mennel, De Marco, Baggenstoss Thomas, Zürcher, Stalder, Grätzer, Flury, Baggenstoss Stefan, Grüter, Fuchs Joel, Fuchs Yannick.

 

GEC siegt nach Überstunden erstmalig

Von Dominik Hauser

In einer verrückten, von vielen Toren und noch mehr Strafen geprägten Partie gewinnt der Glarner EC erstmals in der Saison 2015/16. Erstmals in dieser Spielzeit konnten die Glarner 3.Ligisten mit zwei Eistrainings in den Beinen zu einem Meisterschaftsspiel anreisen. Diese veränderte Voraussetzung plus die Motivation, endlich den ersten Sieg nach drei teilweise unnötigen Niederlagen einzufahren, versprach doch Einiges für den Auftritt in der Bossard Arena.

Die Heimstätte war zwar nicht restlos ausverkauft, doch was die anwesenden Zuschauer zu Gesicht bekamen war Spektakel pur. Weder der GEC noch der HC Zugerland weisen die stabilste Defensive auf, was ein Blick auf das jeweilige Torverhältnis verriet (beide Teams rangieren zuhinterst bei den Anzahl Gegentoren), dass jedoch gleich 14 Tore fallen würden, davon ging niemand aus. Doch der Reihe nach. Der Glarner Eislauf Club erwischte wie schon so oft in dieser Saison den schlechteren Start und musste den forsch und stilsicher auftretenden Zugern das Diktat überlassen. Bis zur Drittelshälfte musste Keeper Fabio Lutz bereits zweimal hinter sich greifen. Individuelle Fehler und fehlende Zuordnung ermöglichten dem Gegner das Skore zu eröffnen, wobei der zweite Treffer sogar bei einer Glarner Überzahlsituation fiel. Die Reaktion des Tabellenschlusslichts aus dem Glarnerland folgte jedoch postwendend. In den bis Dato besten 10 Minuten der gesamten Saison spielten sie den HCZ förmlich an die Wand. Ein erneutes Powerplay konnte Hauser zum Anschlusstreffer ausnutzen und ein bilderbuchmässig vorgetragener Konter der designierten Paradelinie um die Gebrüder Müller plus Ramon Streiff führte zum Ausgleich. Noch vor Ende des ersten Abschnitts lag der GEC nach einem etwas glückhaft abgelenkten Schuss von Stüssi erstmalig in Führung. Diese hielt bis zur Sirene stand.

Trainer Zimmermann ermahnte seine Spieler beim Pausentee, jetzt nicht nachzulassen und weiter für den Erfolg zu kämpfen. Einige Glarner nahmen die Ansprache jedoch etwas zu wörtlich, sodass auf dem Eis vermehrt Einlagen à la Morant und Rüfenacht, denn von Suri, Martschini & Co. zu sehen waren. Die vielen Strafen auf beiden Seiten führten dazu, dass der Spielfluss zwar arg in Stocken geriet, aber viel Platz auf dem Eis nun für beide Mannschaften zur Verfügung stand. Dabei zeigten sich die Zuger etwas kaltblütiger im Abschluss und drehten trotz einiger starker Abwehrreaktionen des GEC-Schlussmanns die Partie innert Kürze auf 3:5 aus Glarner Sicht. Eine 2 plus 2-Minutenstrafe gegen Steinmann wussten die Hockeyaner mit dem Fridolin auf der Brust jedoch resolut auszunutzen und glichen durch Kubli und Simon Müller wieder aus.

Auch das letzte Drittel bot beste Unterhaltung für die Freunde des Spiels auf der glatten Unterlage, ausser vielleicht für Anhänger der schwedischen Mauertaktik aus den 90er Jahren. Die Glarner führten durch Goals von Topscorer Ramon Streiff und Jeremias Müller bis kurz vor Schluss mit 7:5, konnten jedoch den Vorsprung nicht über die Runden bringen. Zwei ärgerliche Gegentore bedeuteten den erneuten Ausgleich. Ganz zum Schluss musste der GEC sogar noch froh sein, überhaupt in die Verlängerung zu kommen. Aufkommende Nervosität und etwas fehlendes Fingerspitzengefühl der Schiedsrichter führten dazu, dass der Glarner EC die letzten beiden Minuten der regulären Spielzeit in doppelter Unterzahl agieren musste. Auch mit etwas Glück, vor allem jedoch mit Willen und Aufopferungsgabe, es wurde sich in jeden Zugerschuss geworfen, verteidigten die Auswärtigen das Unentschieden bis zur Schlusssirene. Die fällige 5-minütige Verlängerung verlief zur Beruhigung des Nervenkostüms von Coach Zimmermann anschliessend relativ ereignislos, keine Tore, keine Strafen, ein Pfostenschuss des HC Zugerland. Im entscheidenden Penaltyschiessen erwiesen sich die Glarner als kaltblütiger und holten sich die ersten beiden Zähler der noch jungen Saison. Simon Müller und Kubli zeigten keine Nerven und versenkten ihre Versuche souverän, währenddessen Fabio Lutz deren vier entschärfte.

Mit dem verdienten Erfolg grüsst der GEC nun nicht mehr vom Tabellenende und darf am kommenden Samstag mit gestärktem Selbstvertrauen zum ersten Tanz im heimischen Buchholz bitten.

 

HC Zugerland : Glarner EC 7:8 n.P. (2:3, 3:2, 2:2, 0:1)
Bossard Arena, Zug. – 40 Zuschauer. – SR Mellert, Müller.
Tore: 6. Kücük (Steinmann, Blöchlinger) 1:0. 11. Mauderli (Hedberg; Ausschluss Brand!) 2:0. 14. Hauser (Anderegg; Ausschluss Kücük). 2:1. 15. Streiff Ramon (Müller Simon, Müller Jeremias) 2:2. 16. Hauser (Stüssi) 2:3. 24. Mauderli (Steinmann, Hedberg; Ausschluss Faoro, Müller Dominique) 3:3. 29. Amhof (Reszler, Mosimann) 4:3. 32. Kücük (Ausschluss Müller Dominique) 5:3. 34. Kubli (Ausschluss Steinmann) 5:4. 34. Müller Simon (Streiff Ramon; Ausschluss Steinmann) 5:5. 41. Streiff Ramon (Müller Simon, Müller Jeremias) 5:6. 55. Müller Jeremias (Müller Simon, Streiff Ramon) 5:7. 56. Brügger 6:7. 57. Brügger (Hedberg) 7:7. Glarus siegt im Penaltyschiessen 2:1.
Strafen: 12×2 Minuten gegen Zugerland, 15×2 plus 2×10 Minuten (Bühler) gegen Glarus.
HC Zugerland: Vogel; Brand, Fischer; Villiger, Blöchlinger; Kuster, Kretz; Mauderli, Brügger, Kücük; Walker, Hedberg, Benz; Mosimann, Resler, Steinmann; Amhof.
Glarus: Lutz Fabio; Müller Dominique, Bühler; Stüssi, Streiff Aljoscha; Müller Tobias, Zehnder; Streiff Ramon, Müller Simon, Müller Jeremias; Anderegg, Hauser, Faoro; Ciprian, Kubli, Largo; Micheroli.
Glarus ohne Mettler, Lutz Simon, Freuler (verletzt).

Anmeldung Glärnisch Cup 2016

Am Sonntag, 7. Februar 2016 führt der Glarner Eislaufclub auf der offenen Kunsteisbahn Buchholz den Glärnisch Cup 2016 durch.

Läuferinnen und Läufer können sich ab sofort via Anmeldeformular inkl. PPC für den Wettkampf anmelden.  Der Wettkampf wird als Breitensportkonkurrenz durchgeführt.

Die Anmeldungen sind bis zum 10. Januar 2016 einzusenden an:

Franziska Hauser
Riedernstrasse 26
8750 Glarus
oder per Email an: franziskahauser@hotmail.com

Detaillierte Informationen zu Kategorien, Wertung, Startgebühren, etc. sind in der Wettkampfausschreibung zu finden:

Wettkampfausschreibung

Der Glarner Torhüter Björn Blumer viel im Mittelpunkt des Geschehens.

Klare Niederlage der Novizen gegen den Leader

Von Jrene Luchsinger

Erstmals auf einheimischem Eis boten die Glarner vor allem in der Anfangsphase des Spiels dem Leader Thurgauer Eishockey Young Lions die Stirn. Leider aber genügte der grosse Kampfgeist und Wille des Teams nichts, um das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Die Partie ging mit 3:14 verloren.

Unter Sternenhimmel wurde am späten Samstagabend das erste Heimspiel der GEC-Novizen im heimischen Buchholz angepfiffen. Die Glarner versteckten sich keineswegs und gestalteten die Partie im ersten Drittel ausgeglichen. Bereits in der 7. Spielminute musste dann jedoch der Glarner Torhüter Björn Blumer erstmals hinter sich greifen. Das Heimteam reagierte aber blitzschnell – dank schönem Zusammenspiel konnte Moritz Zimmermann auf Pass von Nic Luchsinger zum viel umjubelten 1:1 ausgleichen. Indessen nahmen die Glarner den Schwung mit und versuchten den freien Raum auszunutzen, welcher ihnen die Thurgauer Eishockey Young Lions boten . Leider konnte man die Verteidigung und den Torhüter zu wenig überlisten, um zu einem weiteren Torerfolg zu kommen. Eine erste heikle Situation mit ausgesprochener Strafe überstanden die Glarner bravourös. Eine weitere Strafe für die Glarner war dann aber eine zu viel. Der Gegner profitierte davon und ging mit 1:2 in Führung. Bis zur Drittelspause erzielten die Gäste ein weiteres Tor zum 1:3.

Zu Beginn des Mitteldrittels kommt es faustdick – die Thurgauer Young Lions verbuchen zwei weitere Treffer und gehen mit 1:5 in Führung. Obwohl die Glarner körperlich, aber auch zum Teil noch technisch, dem Gegner hinterher hinken, geben sie sich nicht auf. Dies wird mit einem zweiten Treffer durch Moritz Zimmermann, auf Pass von Maurin Isler, belohnt. Jedoch währt die Freude nur kurz, denn die Gäste können innert 14 Sekunden gleich zwei weitere Treffer auf ihr Konto schreiben. Wer dachte, dass das 2:7 für die Glarner der Genickbruch bedeute, irrte sich! Obwohl es ein Kräfte zehrendes Spiel war, versuchten sie, jede mögliche Chance auszunutzen, um vors Tor zu gelangen. Der Gegner aber blockte die Angriffe meistens vor der blauen Linie ab. Die Gäste nutzen in der 34. Minute eine Unterzahlsituation aus und gehen mit 2:8 in Führung. Dank tollem Kombinationsspiel der Glarner umjubeln die 58 Zuschauer nur eine Minute später frenetisch das dritte Tor der Glarner, welches durch Cyrill Patt auf Zuspiel von Nic Luchsinger erzielt wurde. Bis zur Drittelspause konnten dann beide Torhüter ihre Kasten sauber halten.

Im Schlussdrittel wurde das Spiel zunehmend härter und hektischer. Nicht weniger als 18 Minuten des Schlussdrittels mussten die Glarner in Unterzahl spielen. Nicht nur sie auch der Gegner nahm etliche Minuten Platz auf der Strafbank. Diese vielen Strafen führten dazu, dass der Gegner mehr Raum hatte und die Glarner Abwehr sich mit Händen, Füssen und Stock wehren musste. Dies war ein schwieriges Unterfangen! Trotz grossem Kampfgeist und Willen der Glarner Novizen mussten sie im Schlussdrittel den Thurgauer Eishockey Young Lions, sechs weitere Tore zugestehen. Klar und deutlich mussten sich die Glarner den Gästen mit 3:14 geschlagen geben.

Nun liegt es an den Glarner Spielern in den Trainings auf heimischem Eis alles zu geben, um für das Spiel vom kommenden Samstag gegen den EHC Illnau-Effretikon gerüstet zu sein. Dies wird keinesfalls ein einfaches Spiel. Die Mannschaft ist auf die Unterstützung des heimischen Publikums angewiesen!

Noah Blumer im Kampf um die Scheibe

Moskitos gewinnen auch zu Hause

Von Beat Stüssi

In einem ausgeglichenen Spiel erkämpften sich die Moskitos des Glarner EC einen 3:2 Sieg über den EHC Frauenfeld

Zum ersten Heimspiel der Moskitos wurden zusätzlich vier Spieler aus der jüngeren Spielklasse aufgeboten. Somit konnte Coach Ruedi Bernegger 3 Sturmlinien einsetzen und die jüngeren Spieler bekamen Gelegenheit sich an das Spiel über das ganze Feld heranzutasten und einzuleben. Es war dann mit Luca Bolanz ein Spieler der Piccolos, der die Glarnern nach einem torlosen ersten Drittel in Führung brachte.

Die Richtung stimmt - die Glarner greifen an.
Die Richtung stimmt – die Glarner greifen an.

Bis dahin hatten sich beide Teams gute Chancen erspielt aber beide Torhüter waren auf ihrem Posten und brachten die Stürmer fast zur Verzweiflung. Noch im zweiten Drittel gelang Frauenfeld der Ausgleich und Tomas Valkering nutzte eine Strafe des Gegners zur erneuten Führung. Doch reagierten die Frauenfelder prompt und nur 40 Sekunden später stand es 2:2. So ging es auch ins Schlussdrittel.

Rund zehn Minuten vor Spielende nahm der Glarner Coach sein Timeout und stellte seine Angriffslinien um. Die richtige Entscheidung? Bestimmt, denn bei einem schön herausgespielten Angriff gelang Moritz Kellenberger auf Pass von Finn Schärer der 3:2 Siegestreffer in der 52. Minute.

Dritter Sieg im vierten Spiel - das Motto des Sponsors scheint zu stimmen.
Dritter Sieg im vierten Spiel – das Motto des Sponsors scheint zu stimmen.